Wohnen in den USA und DE

Wendy

Well-Known Member
#13
Wieso ist die Grundsteuer denn so hoch? Stimmt es eigentlich, dass Häuser in den USA relativ günstig sind?
Vereinfacht: Das Steuersystem ist einfach anders - aber um seine Aufgaben zu erfüllen, braucht der Staat halt Geld. In welcher Form er sich das holt, variiert halt je nach Land. In Deutschland ist die Einkommenssteuer höher und die Grundsteuer billiger. In den USA ist es andersherum.

Außerdem gibt es in den USA unterschiedliche Steuern - es gibt Federal und State - man bezahlt also einmal "Staatssteuern" und einmal an den "Bundesstaat". Mittels der Hohe oder eben niedriger State-Steuern versuchen die Bundesstaaten z.B. Firmen zur Ansiedelung zu locken.
Und die Grundsteuer geht an die Gemeinde - und je nachdem, wie hoch die Gemeindeeinnahmen sind, kann die Gemeinde wiederum für die Bürger Dienste erbringen. Wenig Gemeindeeinnahmen = schlechte Straßen und schlechte Schulen.

Das war jetzt wirklich einfach aufgedröselt. Aber deswegen lache ich gerne, wenn Ausländer als Argument für die USA die niedrigen Einkommenssteuern nennen - denn via Grundsteuern relativiert sich das häufig schnell...
 

Calis

Well-Known Member
#14
Meine 2 Cent zu dem Thema.
Wenn du nicht Millionen auf dem Konto hast, dann vergiss Kalifornien, hier sind die Immobilienpreise in der letzten Zeit explodiert. Wenn du ein Häuschen in einer interessanten Gegend willst, dann kannst du ab $800000 rechnen und dann ist es nichts schickes.
Hawaii ist auch teuer, daher eher Florida oder Texas.
 

Wendy

Well-Known Member
#15
Allerdings! Ohne zwingende Not würde ich Kalifornien auch nicht unbedingt wählen - man muß schon einen sehr guten Job haben, um sich das leisten zu können - ich habe ja schön die Entwicklung der Preise vor Augen für den Vorort im Silicon Valley, in dem meine Freunde leben:

Reihenhaus - natürlich nicht unterkellert. 1600 sqf, 1986 gebaut, Grundstück 1800 sqf (24*75 ft), Doppelgarage und 3 bedroom...

1.350.000 $ derzeit....
 

Lileigh

Well-Known Member
Ehe-GC
#17
Zu den Versicherungen, vor allem in Florida. Die sind in den letzten Jahren ordentlich in die Hoehe geschossen. Dank Hurricane season, Ueberschwemmungen und die dadurch immer haeufiger auftretenden sinkholes, kann da einiges an Versicherungskosten (hohe premiums oder hohe Selbstbeteiligung) auf dich zukommen, wenn du in der falschen Ecke ein Haus kaufst.

Und dann kommen noch andere Probleme hinzu, die die Kosten ansteigen lassen:
Why Florida insurers could double homeowners' rates
 
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Wendy

Well-Known Member
#18
Oh ja - sauteuer - und das "Häuschen" kostet monatlich noch 360 $ an die Association (Verwaltung) und jährlich 6600 $ Property Tax....

Pi mal Daumen also neben den Kosten für die Finanzierung also noch reine Kosten von knapp 1000 $ im Monat. Dazu selbstverständlich Verbrauchskosten wie Strom, Wasser usw.....
 

Calis

Well-Known Member
#19
Ja, in dieser Ecke ist alles irre teuer...
Unter $100000 brauchst hier nicht anzufangen. Daher als Auswanderer ohne Job sollte man diese Gegend tunlichst meiden.

Gibt hier aber schon tolle Ecken. Zwischen San José und Santa Cruze ist es toll, viel Wald, abseits vom Schuss nicht zu weit ins Valley und auch schnell an der Küste.
Silicon Vally ist nicht unbedingt so schön...
 
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Wendy

Well-Known Member
#20
Die wohnen prinzipiell nicht schlecht, es ist ein guter Schulbezirk und der sehr gute Job ist halt da. Sie wurde ja angeworben, der Umzug damals bezahlt und die Karriereleiter ging aufwärts. Und damals war die Firma in "radlentfernung". Mit Kindern waren das Argumente...ob man täglich noch stundenlang im Stau steht. Inzwischen ist der Job zwar tatsächlich mitten in San Francisco, aber immerhin mit Firmenshuttle. Und wie wir alle wissen: man geht dahin wo Arbeit ist. Meine Freundin wäre erheblich lieber ganz woanders hingegangen, die hatte in Kansas ein Studienjahr und es gefiel ihr dort ausgezeichnet.
 
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