Geld macht nicht glücklich, es beruhigt nur

stefan tweets

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Auch von mir ein Willkommen im Forum.
 

Ulrich

Well-Known Member
Citizen
In Bremen hast Du doch Airbus und diverse Raumfahrtunternehmen. Wenn Du da noch nicht arbeitest, dann bewirb Dich doch bei denen und versuche, Dich in ein paar Jahren in die USA versetzen zu lassen. Zwischen Dallas und Houston gibt es so einige Deutsche und deutsche Firmen in der Sparte...
 

Colt

Well-Known Member
So, nach einer "kleinen" Pause, bin ich wieder zurück... :asche


@ Ulrich, genau von da komme ich (und wollte ich demnächst im Notfall wieder hin, allerdings nicht mehr in Bremen, da dessen Standort eine sehr ungewisse Zukunft hat).
Ich kenne nur ein Werk in Alabama und selbst auf Wikipedia steht, Airbus hat das Werk dort nur gebaut, um Kosten zu sparen, weil die Gehälter in Alabama so niedrig sind. Wenn ich dann lese, dass diese Standortwahl auch von anderen deutschen Betrieben bervorzugt wird, klingt das nicht so positiv. Wobei ich natürlich bedenke, dass ich auch damit zufrieden sein sollte, als garkeine oder wesentlich unsichere Firmen als Möglichkeit zu haben.
Während ich dort war, habe ich nur in der internen Stellenauschreibung gesehen, dass es nur einen Standort in den USA mit sehr wenigen Gesuchen gibt und hatte zu der Zeit auch eher Canada im Sinn und diese Option entsprechend weiter garnicht beachtet, mit ohnehin die in den USA dominierende Boing im Hinterkopf (bzw. fällt mir auch grad ein, dass zu der Zeit noch nichts produziert wurde, also eh nur Ingenieure und Manager etc. gesucht waren).

Ist halt nur die Frage wie viel niedriger das Gehalt ist. Generell würde mich interessieren wie die Unterschiede von einfachen Facharbeiten zwischen DE und den USA sind. Schon aufgrund der völlig unterschiedlichen Ausbildungskultur. Vermutlich sind die USA da viel pragmatischer. Hier in DE ist der Mechatroniker noch eine recht gewürdigte, weil komplexe Ausbildung. In den USA allerdings wo es solch aufwendige Ausbildungen nicht gibt, werden die Menschen, für einfache Handgriffe an Flugzeugen, die jeder Hinz und Kunz von der Straße nach ein par Monaten Crashkurs drauf hat (sofern er keine linken Hände hat, von denen es mehr gibt als ich dachte), bestimmt keine 35 $ aufwärtz die Stunde bekommen. Gewerkschaften gibt es dort auch keine, die hier in DE extrem stark sind.
Vieleicht sind die Gehälter aber auch garnicht so viel niedriger, weil die Firmen dort schlichtweg nicht so viele Steuerabgaben haben.

Bei mir ist Geld halt so ein zweischneidiges Schwert. Wenn ich wieder in der drögen Industrie arbeiten soll, dann will ich das auch anständig bezahlt haben, damit ich mir unter anderem einen ruhigeren Lebensabend für später erwirtschaften kann. Oder wenigstens Ausfstiegschancen (die in Bremen garnicht gegeben waren, sogar genau umgekehrt, höhere Posten werden massiv abgebaut, daher auch mein eventueller Standortwechsel).



Ein eigenes kleines Haus, auf dem Land, mit ner 2 MBit Leitung und ein Job in einer kleinen, familiären Firma, wo man sich gut versteht und der Job Spaß macht, ist mein Traum. Solange ich mit dem Geld mein Haus halten kann und im Monat nach allen laufenden Ausgaben (Essen Versicherung etc.) noch 100 - 200 Dollar übrig bleiben, reicht mir das vollkommen. Das kann dann auch sonst wo abgelegen sein, mit kalten Wintern und Stromausfällen. Ich hatte vorher 6 Jahre lang lächerliche 11 Euro die Stunde verdient, im Sondermaschinenbau, mit Auslandsaufenthalten, in einer winzigen familiären Firma, die von Bäumen und Feldern umgeben war. In der Werkstatt hast du aus dem Fenster geschaut und je nach Jahreszeit den Sonnen Auf oder Untergang am Horizont bestaunt. 8 Stunden lang das gesamte Mechatronik Repertuar ausgeschöpft. Da war ich deutlich glücklicher. Ich würde vermuten in den USA würde sowas besser bezahlt werden.

Ich bin ohnein immer wieder auch bei dem Gedanken mich selbstständig zu machen. Mutig genug dazu bin ich. Aber nicht in Deutschland. Hier kenne ich zu viele Beispiele aus näherem Umfeld, die an der Bürokratie Zugrunde gegangen sind oder zumindest höllisch damit zu kämpfen haben. Talente habe ich genug. Bisher hat alles auf Anhieb funktioniert, was ich in Angriff genommen habe. Neben Elektronik, und Mechanik habe ich auch nen grünen Daumen, mein Leben lang Grafikbearbeitung gemacht, bis hin zur 3D Animation und aktuell bringe ich mir das professionelle Nähen bei (mit Näh- und Overlockmaschine), was ich zuvor auch schon mein Leben lang zu Reperaturzwecken mit Hand, später mit Nähmaschine gemacht habe und nun aber meine eigenen TShirts und Hosen herstellen will, weil die industrie einfach partout weder gescheite Qualität, noch (meinem Geschmack nach) gescheite Schnitte produziert... Aber nichts davon ist hier in DE wirklich brauchbar, meiner Meinung nach und ich fürchte in den USA wird der Markt damit auch übersättigt sein. Allerdings habe ich mich in den Bereichen in Form von Selbstständigkeit bisher kaum wirklich schlau gemacht (kommt hier halt eh nicht in Frage und in den USA wäre mir das alleine zuviel aufeinmal, zusammen mit dem Auswandern). Das einzige was heute wirklich nützlich wäre, wär Programmieren aber ausgerechnet das habe ich schon frühzeitig aufgegeben. Obwohl ich das auch gut konnte. Es gab zuwenig nützliche Einsatzzwecke dafür für mich. Zuletzt wollte ich mit Raspberrys wieder anfangen aber das Zeug liegt samt Fachbüchern immernoch im Schrank, seid jetzt wol schon wieder 3 Jahren. Solange ich noch keine sinnige Anwendung dafür finde ("Smart Home" brauche ich nicht). Wollte damit z.B. ne kleine Kamerasteuerung bauen, um damit ein kleines Knabberhäuschen für Eichhörnchen zu filmen, dass ich in meinem kleinen Bäumchen im Garten vor meinem Wohnzimmer bauen wollte, weil genau an der Terasse die Eichhörnchenautrobahn verläuft... :dogs1 :Dheilig (irgendwie fehlt euch noch ein normaler Grinsesmilie :-P ) Aber selbst das Knabberhäuschen samt Tierknabberzeug liegt schon seid Jahren im Schrank. Weil, wegen, und was will man halt überhaupt als erstes machen...


:blabla :blabla :blabla
Ich merke dass es spät geworden ist und ich dringend eine Partnerin suchen muss, die ich vollquatschen kann... Ich belasse es mal dabei, bevor ich hier noch in irgendeine Zeichenbegrenzung gerate, oder in die Aufmerksamkeitsbegrenzung der Forenuser. :Dheilig
 

nycfan

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Hallo, vielleicht gibt es ja noch eine weitere Möglichkeit die zum Ziel führen könnte. Bei meinem letzten Flug in die USA hab ich einen Techniker getroffen der für die Einrichtung großer Maschinen (Transferstraßen) verantwortlich ist. Obwohl er schon in Rente war hat er seinen Kollegen der nach 6 Monaten für dessen 4 wöchigen Urlaub vertreten. Er hat mir erzählt, dass Sie kaum Leute finden, die so lange weg von zuhause sein wollen und deshalb dringend Leute für diese Jobs suchen. Leider weiß ich nicht welche Firma das war. Da ich keinen technischen Hintergrund habe war es für mich nicht interessant.
Boeing wir wohl auf absehbare Zeit aufgrund der Probleme mit der 737 Max kein attraktiver Arbeitgeber sein.
 

Ezri

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nycfan, das ist dann das H-1B Visum (Arbeitsvisum) und wird hier auch also solches kommuniziert. Das Visum wird vom Arbeitgeber beantragt und kostet dem Arbeitgeber Geld und er muss etliche behördliche Hindernisse überwinden. Weil der Ansturm auf dieses Visum sehr groß ist, wird das Visum mittlerweile genauso verlost wie die Greencard Lottery.
Potentielle Arbeitgeber für dieses Visum suchen in der Regel Spezialisten und gut ausgebildete Leute, die sie in den USA nicht finden können.
 
Hi, bin zwar auch neu in diesem Forum...aber bzgl. USA und Flugzeugbau faellt mir immer die deutsche Luftwaffe ein, die in den USA vertreten ist. Vieleicht besteht ja die Moeglichkeit, fuer die Luftwaffe zu arbeiten (auch als Zivilist) und dann intern versetzt zu werden? Stichwort "das Taktische Ausbildungskommando der Luftwaffe USA". Oder...falls man wissen moechte, wie es ist mit Amerikanern zu arbeiten, besteht innerhalb Deutschlands die Moeglichkeit, sich auf Stellen der US Airforce in Ramstein zu bewerben.
 

stefan tweets

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Vieleicht besteht ja die Moeglichkeit, fuer die Luftwaffe zu arbeiten (auch als Zivilist) und dann intern versetzt zu werden?
Die meine BW-Zeit bei der Luftwaffe ist zwar schon ewig her, aber zumindest damals wurden kaum noch oder sogar keine Zivilisten eingestellt, weil sie nicht voll auslandsverwendungsfähig waren. Da es die Wehrpflicht aber nicht mehr gibt, die BW etwas Schwierigkeiten hat Bewerber zu finden und es lange her ist, könnte sich das auch verändert haben. Ein Versuch wäre es wert, geht aber nur wenn man jung genug ist und mit Versetzungen ins Ausland einverstanden ist.... Ein halbes Jahr USA ist toll, wenn aber das andere halbe Jahr in Afghanistan ist und Deutschland am Hindukusch verteidigt werden muss.... sollte man sich gut überlegen. Zumindest in Afghanistan bekommt man ein gutes Gehalt, aber.... .
 

Ezri

Adminchen
Administrator
Colt war schon über einen Monat nicht mehr im Forum. Ob er das hier alles noch lesen wird? :hmm
 

Colt

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Selbstverständlich lese ich das alles! :applausUnd vor allem: Vielen Dank für die vielen Antworten!
(bin die letzte Zeit generell nich viel im Internet unterwegs gewesen)

@ nycfan
Ein Techniker ist aber nochwas anderes als ein "oller" Mechatroniker.
Das mit Boeing verstehe ich jetzt nicht ganz. Meinst du wegen dem Imageverlust oder weil die derzeit keine neuen Mitarbeiter wegen des Vorfalls
einstellen? Mir ist der Vorfall zumindest in der Hinsicht egal, da Airbus genauso viel Mist baut. Die beiden wechseln sich doch ständig ab mit Erfolgen sowie Misserfolgen und sonstigen Problemen.
Wenn ein Arbeitsvisum mittlerweile auch Lottery geworden ist, dann wird Boeing da aber wol auch keine Ausnahme sein? Bzw. kann ich es mir nicht vorstellen, dass die Probleme haben, Flugzeugschrauber zu finden.

Bundeswehr kommt für mich eigentlich generell nicht in Frage. Erst recht nicht die deutsche, denn da bin ich ja auch wieder über viele Jahre gebunden. Vesetzung ins Ausland kommt für mich nur USA oder Canada in Frage alles andere hingegen garnicht (ausser es ist von einer amerikansichen Firma aus :P ).
In der Luftwaffe war ich auch, nach meiner militärischen Grundausbildung. 50% Zivis und 5% Arbeit... :gruebelAber gut, wenn man in einer reinen Flugausbildungsstaffel an Waffen schraubt, gibts halt nicht viel zu tun. Danach hatte ich keine Lust mehr. Und heute mag ich da auch nicht rein, nach dem ganzen Bundeswehr und Polizei Gebashe, das hier derzeit in DE läuft.
 
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