Au Pair mit Kind?

Ezri

Adminchen
Administrator
#11
Wie wäre es mit ganz normalen Sprachferien in GB oder auf Malta z.B.?
Wird für Erwachsene als auch für Kinder angeboten, aber ob es das auch in Kombination gibt, weiß ich nicht. :)
 

Wendy

Well-Known Member
#12
Hi

ist Dein Sohn nicht ein bißchen klein, um ihn in ein "offizielles Hilfsprojekt" mit einzubinden? Er ist sieben Jahre als - da würde ich sagen "Eine Schule mithelfen aufzubauen?" ist wohl ein bißchen ambitioniert?! In dem Alter spielen sie mit Lego-Baggern.

Kein Mensch, der klar im Kopf ist, läßt einen Siebenjährigen auf einer Baustelle rumhantieren. Das ist haftungsrechtlich auch im Ausland utopisch.

Vielleicht läßt Du Deinen Sohn erstmal 14 oder 15 werden, dann kannst Du gucken, was für ein Ferienprogramm vielleicht geeignet wäre. Es gibt auch nichtkommerzielle Anbieter - hier ist das z.B. die Arbeiterwohlfahrt, die Sprachreisen anbieten.

Es gibt auch gemeinnützige Vereine (für diverse Sprachen, z.B. deutsch-französische Gesellschaft, Nacel, KulturLife etc.) die Sprachreisen anbieten. Das ist günstiger als die kommerziellen Anbieter, weil viel Betreuung durch Ehrenamtliche erfolgt.

Vielleicht liegt ihm ja eine andere Sprache mehr?!

Du solltest nicht Deine Ambitionen auf Dein Kind projezieren.
 

Wendy

Well-Known Member
#13
Sag mal - wie wäre es denn, wenn DU Dich als Gastgeber für ein Austauschkind oder einen Austauschschüler zur Verfügung stellst? Gerade Nacel ist in vielen Ländern vertreten, gemeinnützig und nimmt in Deutschland z.B. am Austauschprogramm des deutschen Bundestags teil. Ich weiß, daß die immer händeringend Gastfamilien suchen.

Nacel ist irgendwie "verbunden" mit Open door:
Gastfamilie werden | Open Door International e.V.

Vielleicht wäre das ja was?!
 

Lileigh

Well-Known Member
Ehe-GC
#14
Ihr Lieben,

ich danke euch für eure Beiträge.

Da das ganze zunächst sowieso erstmal nur eine Idee war, bin ich froh über unterschiedliche Meinungen, um so eine Idee weiter formen zu können. Ich kann sehr viele Punkte einsehen... Vor allem, dass ich zu Alt für das Au-Pair-Sein bin, wusste ich nicht.. Mit dem Visum-Bestimmungen kenne ich mich auch nicht aus..

Meine Idee ist nun ordentlich geschrumpft und ich überlege vielleicht einfach mal die gesamten 5-6 Wochen Schulferien auszunutzen, um ein englisch-sprachiges Land und Leute kennenzulernen... Ich denke auch in 6 Wochen, lernt das Kind schon einiges an neuer Sprache.. Und ich auch :) Allerdings möchte ich so gerne Kontakt mit Menschen haben.. damit man eben gezwungen ist die andere Sprache zu sprechen...
Innerhalb von sechs Wochen kann man natuerlich einiges an Vokabular und Ausdrucksweisen lernen, aber sobald man wieder in gewohnter Umgebung ist und es nicht anwenden kann, verschwindet das ganze recht schnell wieder in der Versenkung. Wenn du mit deinem Sohn unterwegs bist, wirst du zudem in den sechs Wochen zu viel Deutsch mit ihm sprechen, weil er einfach nicht die Fremdsprachenkenntnisse hat und ihr eben als deutsche auch ihre Muttersprache weiter nutzen werdet.

Ich war damals mit 15 auf einer Sprachreise in den USA. Schulbesuch war komplett auf Englisch. Gastfamilie natuerlich auch. Aber die Gruppe bestand aus deutschen Teenagern und ich war mit zwei Freundinnen in einer Familie. Letzteres war ein Fehler, weil wir innerhalb der Gastfamilie natuerlich unter uns auf Deutsch kommunizierten. Desweiteren war ich fuer die zwei Freundinnen immer der Uebersetzer weil deren Englischkenntnisse nicht ganz ausreichend waren, um sich ausreichend verstaendigen zu koennen. Die Sprache habe ich natuerlich besser kennengelernt im Vergleich zum langwiligen Englischunterricht in der Schule, aber massig viel gelernt habe ich da nicht wirklich.

Die Frage ist eben, wie du die Fremdsprache auch hinterher anwenden und nutzen kannst, damit du weiterhin darauf aufbauen kannst. Ich kenne einige die nach ihrem Auslandsjahr in den USA eigentlich nur noch im Urlaub in den USA Englisch sprechen oder eben all Schaltjahre mit ihrer ehemaligen Gastfamilie. Da ist das Englisch mit der Zeit wieder etwas eingrostet.
Mein Bruder hat hier drueben fuer kurze Zeit studiert und ist sehr jung mit der Englischen Sprache in Beruehrung gekommen als ich meinen Mann damals kennenlernte; mein Mann spricht kein Deutsch. Seit acht Jahren sind wir in den USA, mein Bruder ist seit mehr als einem Jahr wieder in Deutschland und er merkt, dass das Englische wieder etwas in den Hintergrund geraten ist, weil er es nur noch selten nutzt.

Dein Sohn ist sieben und wird eben irgendwann mit Schulenglisch beginnen, wenn es nicht schon laengst geschehen ist. Er ist noch recht jung und wird wohl innerhalb von sechs Wochen nun nicht wirlich so viel lernen. Seine Fremdsprachenkenntnisse stecken noch in den Babyschuhen und die sechs Wochen wuerde er wohl damit verbringen dich oder andere Deutsche staendig zu fragen, was dieses und jenes nun heisst. Die sechs Wochen wuerde er in dem Alter wahrscheinlich mehr schweigend verbringen.
Als wir damals in die USA zogen, war mein aeltester Sohn sechs Jahre alt. Deutsch war dominant, Englischkenntnisse durch den Papa aber ausreichend vorhanden. Dennoch war er die ersten Wochen im Schulunterricht und auch ausserhalb recht still und musste sich erst zurechtfinden. Umgebung neu, alles auf Englisch usw.
Irgendwann war der erste Schock und die Hemmschwelle ueberwunden.
Die Zeit hat dein Sohn aber nicht und deshalb wuerde ich mich nicht allzu sehr darauf versteifen, dem Sproessling da nun auf Teufel komm raus die Englische Sprache beibringen zu wollen.
 

ItsJustMe1977

Well-Known Member
Citizen
#15
Könntest du denn zB für ein Jahr nach Irland ziehen und deinen Sohn da zur Schule schicken? Ich weiss ja nicht was du arbeitest, aber vllt. Hättest du ja die Möglichkeit dich für ein Jahr beurlauben zu lassen oder so ein Sabbath Jahr zu machen?
 

Blauregen

Well-Known Member
#16
Ich habe vor einigen Jahren mal intensiv nach Gelegenheiten gesucht, Urlaub mit Freiwilligenarbeit zu verbinden. Das gibt es fuer Erwachsene. Sehr eingeschraenkt fuer Jugendliche. Aber fuer Familien habe ich absolut nichts gefunden. Mag sein, dass sich das inzwischen geaendert hat, oder ich auch nur zu doof zum recherchieren war.

Aber Wendy hat recht: in dem Alter deines Kindes ist da eher der Lego-Bagger angebracht. Lass dein Kind Kind sein!

Zu der Idee, einen Austauschschueler aufzunehmen, wuerde ich allerdings gerne meinen Senf dazu geben. Ich hatte ja auch ein Jahr lang einen Austauschsohn (bzw. 3, aber nacheinander). Die Austauschschueler sind normalerweise in einem fremden Land, um die Sprache zu lernen. Die sollen hier also nicht Englisch reden. Und wenn man das trotzdem tut, dann tut man ihnen damit keinen Gefallen. Ausserdem muesste man schon grosses Glueck haben, wenn so ein ca. 16 bis 18 Jahre alter Schueler tatsaechlich einen Draht zu einem 7jaehrigen entwickelt und sich viel mit ihm beschaeftigt. Aber denk dran: die sind hier um Deutsch zu lernen!
 

Emmaglamour

Well-Known Member
Greencard
#17
Wenn es vorrangig darum geht, dass Dein Sohn "nebenbei" Englisch lernt, schau Dich doch vielleicht mal nach fremdsprachlichen Spielgruppen in Deiner Stadt um?
 

Wendy

Well-Known Member
#18
Mein Gedanke "Austauschschüler aufnehmen" ging auch eher in die Richtung "direkten Kontakt mit Menschen aus anderen Ländern bekommen" als auch ausdrücklich englisch lernen. Also eher kulturelle Vielfalt erleben.

Wir hatten auch immer Austauschschüler (allerdings meist französischsprachige). Und zu einer davon hat sich ein ganz enger Kontakt entwickelt - die war für meine Eltern wirklich wie ein zusätzliches Kind und der Kontakt besteht immer noch, da gab es viele Besuche in beide Richtungen nach dem Austausch.
Als sie im Studium ein Auslandspraktikum brauchte, hat mein Vater hier das hier besorgt und es war ganz klar, daß sie dann auch bei uns wohnte - und die Tatsache, daß meine Eltern in der Zeit gar nicht da waren - kein Problem - sie bekam das Haus "für sich allein"....

Sowas meine ich - diese Sorte Bereicherung für Dein Kind schaffen. Das klappt sicher nicht mit jedem Austauschschüler....
 
#19
Ich persönlich würde das nicht machen, und auch nicht wollen als Gastfamilie. Bevor ich das mache, mache ich lieber eine Sprachereise mit meinem Kind und übe zuhause mit ihm oder fördere ihn mit zusätzlichen Kursen.
 
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