Als Friseurin in den USA arbeiten

Heidi_91

Member
Hallo erst mal an Alle :)

Irgendwie weis ich nicht so recht wie ich Anfangen soll..... Ich spiele schon nun etwas länger mit dem Gedanken mal wieder in einem anderen Land zu Arbeiten. Ich bin gelernte Friseurin und habe während meiner Ausbildung schon einmal in England gearbeitet und habe mir damals gesagt das will ich nochmal machen. Da schon zu der Zeit fest stand das es die USA sein wird, möchte ich mir hierführ ein paar Tipps einholen da es ja nicht in Europa ist.
Durch Private Gründe hatte ich dieses Ziel lange nicht verfolgt, aber wie es im Leben manchmal so ist ändert sich öfter mal was, wo ich jetzt wieder an dem Punkt bin meinen Traum zu verwirklichen.

Ich hoffe hier auf wertvolle Tipps, evtl. auch von Friseuren die diesen Schritt gewagt haben. Vielleicht könnt ihr mir euren Schritt erleutern und erklären wie ich am besten an diese Sache ran gehe. Ich gebe zu viel Ahnung habe ich noch nicht von dem ganzen. Man liest ja schlieslich viel im Internet, aber was davon nun wirklich wahr ist weis man auch nicht genau.

Ich Danke euch schon einmal herzlichst und hoffe auf viele Antworten auf mein Vorhaben.

Liebe Grüße
Heidi
 

Ezri

Adminchen
Administrator
Hallo Heidi,

sollten wir mal Friseure hier im Forum gehabt haben, dann ist das wirklich schon sehr lange her.
Ich kann dir aber mindestens dreiPunkte schon direkt sagen, ohne das Handwerk selber zu kennen.
1. Es gibt in den USA kein Arbeitsvisum für Friseure
2. Man muss für den Bundesstaat in dem man wohnen möchte eine Lizenz machen, egal ob du hier einen Gesellenschein hast oder nicht und jeder Bundesstaat hat diesbezüglich seine eigenen Regel
3. Man kann ein Investorenvisum beantragen und sich als Friseurin selbständig machen. Dazu muss man allerdings das passende Budget haben...
 

Admin

Administrator
Teammitglied
Administrator
Moin Moin und :willkommen hier im Forum :winke

Wie Ezri bereits schrieb, ist das Visum das Erste, worüber man sich Gedanken machen muss. Wenn du nicht gerade mit einem Amerikaner oder jemandem verheiratet bist der bereits über ein Visum für die USA verfügt, bleiben dir leider nur wenige Optionen: die Greencard und ein Investorenvisum (wo es wiederum verschiedene Möglichkeiten gibt).

Weiter muss dir bewusst sein, dass das Einkommen von Friseuren in den USA eher tief ist und du damit allenfalls nur sehr knapp über die Runden kommst. Als Selbstständige mag das anders sein, bedarf aber einiges an Kapital für den Aufbau des Geschäfts.


Cheers, :winke
der Admin
 

stefan tweets

Well-Known Member
Zum Thema selbstständig machen... hier in Texas ist es nicht so schwer eine Lizenz zu bekommen. Staatliche Prüfungen sind allgemein nicht schwierig... ich habe den Teil eines Pilotenscheins gemacht... selbst das kann man in einigen Tagen lernen.

Du wirst Kapital brauchen um einen Laden aufmachen zu können. Covid triff die USA zwar hart, aber die Politik erlaubt weiterhin fast alles. Nichts desto trotz gehen hier viel weniger zum Friseur als vorher, dementsprechend ist es schwieriger als zuvor. Je nach dem wo du einen neuen Laden aufmachst, ist es nicht so schwer neue Kunden zu gewinnen. Das Wachstum von Städten ist rasant, was hier in einem Jahr geht, geht in Deutschland in 20.
Konkurrenz: GreatClips, SportClips und Co. ungefaehr $15 pro Schnitt, mit coupons deutlich darunter ($6 gibt es auch).
 

Mona

Well-Known Member
Greencard
Eine Bekannte von mir ist Friseurin hier in Florida.
Obwohl sie in Deutschland einen Meister hatte, musste sie in Florida wieder zur Schule und dafür zahlen. Dann konnte sie die erforderliche Florida Lizenz erwerben.
In der Regel mietet sich eine Friseurin dann einen Stuhl in einem Friseursalon. Das kann eine feste Monatsmiete sein, oder umsatzbezogen. Für Kunden muss sie dann selbst sorgen.
In manchen Salons wird gemeinsam Werbung gemacht und es gibt Jemanden, der Termine vergibt, ans Telefon geht. In anderen hat jede Friseurin ihr eigenes Handy.
Darüberhinaus müssen sie Produkte verkaufen, die ihr Laden anbietet.
Jedenfalls arbeiten sie hier auf eigenes Risiko und sind nicht angestellt, wie wir das aus Deutschland kennen.

Wer meistens verdient, ist der Ladeninhaber. Und zwar an der Stuhlmiete. Deshalb wird er in der Regel auch mehr Angestellte haben, als erforderlich.
 

stefan tweets

Well-Known Member
Wer meistens verdient, ist der Ladeninhaber.
Wenn man mit einem Investorenvisum einreist, wird man Geschaeftsinhaber sein. Alles andere macht keinen Sinn. Zumindest hier in Texas gibt es Ketten. Die Kette übernimmt Werbung, Kundenakquirierung und vieles weitere, aber verlangt sicher auch soetwas wie eine Stuhlmiete.

Zumindest hier war es sehr teuer einen Laden aufzumachen, das hat sich aber geändert. Büroflächen und Co findet man überall, da unzählige Betriebe pleite gegangen sind. Die Preise sind im freien Fall, es gibt aber auch weniger Kunden. Zumindest in meiner Ecke gibt es einige freie Friseure die Corona und die Vorschriften überlebt haben. Jedes Bundesland und jede Stadt hat eigene Regeln, was hier geht, kann 20 km schon unmöglich sein.

Ein Meister bringt dir hier in Texas auch keine Vorteile du brauchst das: Required Equipment for Beauty Salons | Texas.gov und andere Sachen wie: The Texas Department of Licensing and Regulation has stringent requirements for cosmetology applicants. Prior to testing, you must complete 1,500 hours of training. (https://www.beautyschoolsdirectory.com/programs/cosmetology-school/tx) Der Link ist aelter, musst selbst für deinen Bundesstaat nachforschen.
 
Oben