So schnell kann es gehen...

Dieses Thema im Forum "Alltagsleben in den USA" wurde erstellt von Ezri, 16. September 2018.

  1. Ezri

    Ezri Adminchen Administrator

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    gesehen auf Facebook, absolut real.
    So schnell kann es in den USA gehen, dass man wegen Krankheit alles verliert.

    krankenkasse-sterben.jpg
     
  2. anjaxxo

    anjaxxo Super-Moderator Mitarbeiter Moderator Sponsor Citizen

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    Was ich nicht so ganz verstehe ist, dass COBRA so weit hochgegangen ist. Denn eigentlich ist das ja dafuer da, dass man die Versicherung noch uebergangsweise behalten kann. Meistens bis zu einem oder eineinhalb Jahren. Finde ich komisch, dass das hier nicht der Fall ist, eine super Versicherung war das dann wahrscheinlich auch vorher nicht.

    Aber ja, wenn es zum Ernstfall kommt, dann verliert man Job und Versicherung. Total beknacktes System.
     
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  4. Mona

    Mona Member

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    Ich weiss nicht, ob der Bericht so stimmt, aber ich habe es selbst erlebt. Krank, nach 3 Monaten Job weg, Cobra viel zu teuer, Krankenkasse weg, als ich sie am noetigsten brauchte. Mir war das vorher nicht so klar. Es ist ein total bescheuertes System.
     
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  6. FuAn

    FuAn Member

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    Das haengt wie immer mit dem Job zusammen, gibt auch hier sowas wie short und long term disability benefits. Gute Benefits, günstige Versicherungen etc. gibts allerdings in der Regel nur fuer die, die ohnehin ausreichend verdienen, und von denen wird das System der Ungleichheit auch aufrecht erhalten.
     
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  8. Ulrich

    Ulrich Well-Known Member Citizen

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    COBRA besagt nur, dass Du die Versicherung zu den bestehenden Konditionen/Preisen fuer bis zu 18 Monaten behalten darfst, aber da der Arbeitgeberanteil wegfaellt, wirst Du den zusaetzlich zahlen muessen. Die Versicherung ist also nicht teurer geworden, aber er musste jetzt 100% der Kosten selber tragen.
     
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  10. Mona

    Mona Member

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    Ich hatte eine short time disability Versicherung. Die zahlte aber nur 60% meines vorherigen Einkommens und nur 6 Monate lang. Krankheit hat sich aber laenger hingezogen, da ich nicht mehr zu vernuenftigen Aerzten gehen konnte dank fehlender KV. Mein Sohn in Chicago ist besser abgesichert.
     
  11. anjaxxo

    anjaxxo Super-Moderator Mitarbeiter Moderator Sponsor Citizen

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    Bei meinem Mann war das damals nur ein verschwindend geringer Betrag, der mehr wurde, aber kann natuerlich sein, dass der AG gar nichts oder wenig dazugegeben hat.
     
  12. Ulrich

    Ulrich Well-Known Member Citizen

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    Du darfst auch nicht vergessen, dass die Versicherungsraten fuer Individuelle Versicherungen (also keine Group Policies, in denen Du z.B. ueber eine Firma vesichert bist) in den letzten Jahren durch die Unsicherheit, die Trump und die Republikaner am Markt erzeugt haben (wird Obamacare abgeschafft? Fallen die Subsidies fuer die Versicherungen weg? Etc.) extrem teuer geworden sind. Ich kann Dir z.B. sagen, dass der (Platin-Level) Plan, den ich durch meinem letzten Arbeitgeber hatte, mich unter COBRA letztes Jahr knapp $2600 pro Monat (fuer die gesamte Familie) gekostet haette. Ein vergleichbarer Plan kostete im Jahr vorher knapp die Halefte, und im Jahr davor "nur" im oberen dreistelligen Bereich. Als ich vor 10 Jahren mal meinen Arbeitgeber wechselte und ein halbes Jahr Auszeit nahm kostete mich die Versicherung unter COBRA unter $500 (allerdings damals auch nur fuer mich).

    Parallel mit den steigenden Kosten ist ueber die letzten drei Jahre durch die Unsicherheit auch die Anzahl der Anbieter gesunken, und ich meine, dass es in ueber 80% des Landes nur noch einen Anbieter pro County gibt. Durch die Monopolstelllung kommen dann auch noch mal ganz andere Kosten/Preise bzw. Leistungsminderungen dazu. Ich hatte noch Glueck, dass ich in Houston zwischen drei verschiedenen Anbietern auswaehlen konnte, aber selbst grosse und renommierte Firmen wie UnitedHeath haben sich hier mittlerweile aus dem Markt fuer Individual Policies zurueckgezogen. Und dann landest Du vielleicht bei einer HMO Versicherung, die zwar eine Absicherung darstellt, aber die nicht von Deinen Aerzten akzeptiert wird. Neue Aerzte in dem Netzwerk zu suchen ist dann zwar ein kleineres Uebel, aber ich empfinde es schon als Vorteil, seit ueber 15 Jahren beim gleichen Doktor zu sein und er mich und meine Geschichte kennt und einschaetzen kann...
     
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  14. Ezri

    Ezri Adminchen Administrator

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    Wenn ich das so lese, weiß ich wie luxeriös ich hier in der :ch lebe :no
     
  15. Calis

    Calis Active Member

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    Was mich an der Story wundert ist, dass er schreibt er wäre 71.
    Wäre er da nicht coverd by Medicare?
    Da ist man doch dann versichert, wenn man in Rente geht?
    Hab ich da was falsch verstanden?
     
  16. Ulrich

    Ulrich Well-Known Member Citizen

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    Wenn seine Frau unter 63 war, dann waere sie noch nicht durch Medicare versichert gewesen. Er sagt ja, verheiratet fuer 30 Jahre. Dass hiesse dann, dass er vielleicht mit Ende 30/Anfang 40 geheiratet haette. Wenn seine Frau zu dem Zeitpunkt noch im gebaerfaehigen Alter war, dann war sie vermutlich 10 Jahre juenger (vor 30 Jahren mit 40 noch ein Kind zu kriegen war ja auch nicht so weit verbreitet). ;)
     
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  18. anjaxxo

    anjaxxo Super-Moderator Mitarbeiter Moderator Sponsor Citizen

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    Ja, da bin ich natuerlich nicht so auf dem Laufenden. Ich weiss gar nicht, wie die Versicherung von meinem Mann jetzt aussieht. Ich muss ihn mal fragen, wie da die Bedingungen sind. Besser geworden sind die sicher nicht. :umfall
     
  19. Calis

    Calis Active Member

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    Ulrich
    Danke, so habe ich das nicht gesehen.

    Also muss sie auch retired sein und wenn einer in Rente ist, dann geht nichts mehr mit „auf des anderen Plan“, in dem Fall Medicare.


    Gut zu wissen für die zukünftige Planung. Bin ja mittlerweile auch in nem Alter wo man anfangen muss über das „Karriereende“ nachzudenken
     
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  21. Ulrich

    Ulrich Well-Known Member Citizen

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    Das ist nicht so ganz richtig. Wenn ein Partner noch arbeitet aber der andere bereits fuer Medicare qualifizert ist, dann kann letzterer auch bzw. immer noch ueber die Versicherung des arbeitenden Partners versichert werden. In dem Fall werden aber medizinische Kosten wohl zuerst an Medicare gereicht und von Medicare bezahlt, und der Rest geht dann an die kommerzielle Versicherung. Das bedeutet aber meiner Meinung nach dass auch die Kosten fuer die Versicherung dann entsprechend geringer sein sollten. Das macht dann Sinn, wenn diese "Zusatzversicherung" hat mehr Leistungen abdeckt, als Medicare. Und dann muss man halt gucken, ob einem das Wert ist.

    Ich meine, dass es auf dem Antragsformular normalerweise einen Kasten gibt, wo man ankreuzen muss ob man Medicareempfaenger ist und/oder eine andere Versicherung bereits besteht. Ich weiss, dass ich in der Vergangenheit auch immer mal wieder einen Brief von der jeweiligen versicherung bekommen habe, wo ich explizit noch einmal bestaetigen musste, dass ich oder jemand in meinem Haushalt nicht fuer Medicare qualifiziert bin/ist.
     
  22. FuAn

    FuAn Member

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    Da sind wir bei dem Punkt, meine short term bezahlt 6 Monate 100%, danach 75% abgesehen davon, finanzieren wir alles, inkl. Haus so, dass wir das auch im Zweifel mit einem Gehalt bestreiten können, aber mit weitsichtiger, finanziell konservativer, nachhaltiger Weitsicht ist die Mehrheit in diesem Land ja nicht gesegnet, da wird alles rausgehauen was nur geht und wenns dann knallt sind alle anderen Schuld... im Zweifel Obama...
     
  23. Blauregen gefällt das.
  24. Mona

    Mona Member

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    Das war der einzige Versicherungsplan, der ueber meinen Arbeitgeber angeboten wurde.
    Und "raushauen"?
    Ich war jeden Monat heilfroh, wenn ich meine Rechnungen bezahlen konnte. "Rausgehauen" habe ich sicherlich nichts, geleistet habe ich mir auch ueber Jahre rein gar nichts.
     
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