USA auswandern nach Florida

Dieses Thema im Forum "Das große Who is Who" wurde erstellt von LauraLee, 21. September 2017.

  1. LauraLee

    LauraLee New Member

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    Hallo,
    Ich bin neu hier und würde mich gerne vorstellen. Mein Name ist Laura und habe mein Abitur beendet. Gerade bin ich in den Staaten und lebe dort bei ein paar Bekannten für mehrere Monate. Bis jetzt gefällt mir das Leben hier sehr gut und ich habe Gefühle, die ich in Deutschland nie gehabt hatte. Trotz der Tatsache, dass es hier in den Staaten ein paar Dinge zu bemängeln gibt, kann ich aufgrund der erworbenen Erkenntnisse während meines Aufenthaltes hier mir durchaus vorstellen mein Leben hier weiter zu führen. Dies hat selbstverständlich auch ein paar persönliche Gründe, worauf ich allerdings nicht genauer eingehen möchte, wenn es nicht notwendig ist. Ich würde gerne eine berufliche Ausbildung in Deutschland absolvieren, dann aber sobald es geht nach Florida, wo ich jetzt auch bin, auswandern. Ich möchte nicht die Steuergelder kassieren oder irgendwas, ich würde gerne hier ein neues befreites Leben anfangen und möchte natürlich auch arbeiten. Meine Englisch-Kenntnisse sind zwar nicht die besten, aber dafür bin ich ja jetzt hier um diese zu verbessern. Gibt es ein paar Tipps, die ich jetzt schon beachten könnte, die mir ein Auswandern in die USA ermöglichen? Welche Ausbildung oder Studium wären hilfreich zum Auswandern? Ich habe jetzt nicht das beste Zeugnis, deswegen sind extravagante Berufe wie Arzt und dergleichen leider nicht mit drin. Was ich weiß, dass man bessere Chancen mit einer Greencard hat, aber diese würde ich bis auf eine geringe Wahrscheinlichkeit der Greencard-Lotterie wohl nicht erhalten. Und dass man ein Visum braucht, weiß ich auch, aber was beantragt man dann und gibt es Beratungsstellen?
    Würde mich wahnsinnig über Hilfe, Tipps und Tricks freuen.
    Ganz liebe Grüße
    Laura
     
  2. Ezri

    Ezri Adminchen Administrator

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    Hallo LauraLee und herzlich :willkommen

    ein Visum kann man nicht selber beantragen, es sei denn man heiratet einen US-Bürger (dazu findet man im entsprechenden Bereich des Forums jede Mene Infos)
    Lotterie hast Du ja schon selber erwähnt, ist halt reine Glücksache.
    Visum basierend auf Job kann man zwar nicht selber beantragen, aber da gibt es immerhin schon zwei Möglichkeiten. Entweder man arbeitet in einer Firma, die eine Niederlassung in den USA hat und wird dorthin versetzt, ist zwar temporär, aber kann zur Greencard führen, oder ein US-Arbeitgeber möchte einen unbedingt einstellen. Letzteres zieht ein US-Arbeitgeber aber in der Regel nur bei Spezialisten (und in der Regel mit akademischen) Abschluss in Betracht, das Prozedere ist für den Arbeitgeber recht teuer und aufwändig.
    Hat man ordentlich Geld gespart, kann man auch mit einer guten Geschäftsidee sein Glück in den USA versuchen, das wäre dann ein Investoren-Visum. Geht man dann in Rente, muss man das Land allerdings wieder verlassen. :hmm
    Beratungsstellen sind mir nicht bekannt, aber hier im Forum gibt es schon so einige User, die auf den einen oder anderen Weg in die USA gelangt sind. :D
     
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  4. Calis

    Calis Active Member

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    Erst mal Willkommen Laura :)

    Die erste Frage ist, machst du gerade Urlaub oder bist du länger in den USA (z.B Au-Pair)?
    Hier möchte ich dich gleich mal darauf hinweisen keinen Overstay zu haben falls du als Tourist eingereist bist, also nicht länger als 3 Monate bleiben. Sonst kannst du künftige USA-Aufenthalte gleich vergessen.
    Zur Ausbildung, gesucht ist immer der IT-Bereich, Elektrotechnik oder Maschinenbau, diese Bereiche sind immer gefragt.
    Im Moment würde ich dir sehr raten noch in der Lottery mitzuspielen, dass kostet nichts und kann dir mit Glück ne Menge Aufwand ersparen.

    Du selbst kannst außer über die GC-Lottery gar kein Visum selbst beantragen (Visaklassen für Investment oder sog. bedeutende Persönlichkeiten lasse ich mal außen vor), denn du brauchst immer einen Sponsor.

    Das heißt für dich es bleiben folgende Visatypen über:

    1. Arbeitsvisa: Du brauchst ein US-Unternehmen das dich sponsort. Hier gibt es vor allem die 3 Arten H-Visum, L-Visum oder E-Visum.
    Die H-Visas sind die "schlechteste" Option, da du hier gegen die ganze Welt um eine begrenzte Anzahl von Visas konkurrierst. In diesem Jahr waren am ersten Tag schon mehr Anträge gestellt als überhaupt Visas vergeben wurden. Jetzt werden diese quasi verlost. Da eine Firma so von deinen Fähigkeiten zu überzeugen diesen Weg zu gehen wird schwer, gerade als Berufsanfänger.
    Für das L-Visum musst du mindestens 1 Jahr für die Firma im Ausland gearbeitet haben, dann kann diese dich mit einem L-Visum entweder als Manager oder Spezialist in die USA versetzen.
    E-Visa ist das selbe wie mit den L-Visa, nur etwas einfacher für die Firma. Dieser Weg steht aber nur Firmen offen, die mindesten zu 50% in deutscher Hand sind.

    2. Familienvisa:
    du brauchst dafür einen amerikanischen Ehemann. Dieser kann dann für dich dann ein GC Sponsor sein wenn er bestimmte Voraussetzungen wie Einkommen erfüllt.
    Hier gibt es verschiedene Wege wie das abläuft wie z.B. K1 als Verlobtenvisum, CR-1 wenn du schon verheiratet bist, hier sind Guides in den verschieden Unterforen nachzulesen.
    Außerdem gibt es noch Familienvisas für direkte Verwandte, das sind Eltern, Kinder und Geschwiester von US-Bürgern, aber hier sind die Wartezeiten 10+x Jahre, bis das Visum genehmigt wird.

    Hoffe diese kleine Übersicht hilft dir schon mal.
     
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  6. anjaxxo

    anjaxxo Super-Moderator Mitarbeiter Moderator Sponsor Citizen

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    Hallo Laura, wenn du mit Visa-Waiver da bist, pass bitte auf, dass du keinen overstay hast. Dann darfst du nicht laenger als 90 Tage (bitte Stempel im Pass beachten) im Land bleiben, sonst verbaust du dir die visa-freie Einreise.
    Wahrscheinlich weisst du das ja, aber ich wollte es vorsichtshalber noch einmal erwaehnen.

    Viel Glueck bei deinem Vorhaben.

    Oh, ich sehe gerade, Calis hat das auch schon geschrieben.... Sorry.
     
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  8. LauraLee

    LauraLee New Member

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    Huhu, danke für die Antworten.

    Na das sind ja tolle Aussichten. Da hab ich ja als Normalsterbliche kaum Chancen. Ich habe zwar Verwandtschaft in den Staaten aber 2./3. Grades und soweit ich weiß geht nur 1. Grades. Ich habe eigentlich keine Lust zum studieren, weil ich einfach nur noch weg aus Deutschland will. Man findet ja jetzt auch nicht einfach Mal eben einen Typen, den man heiraten kann. Hätte nicht gedacht, dass das soo kompliziert ist. *seufz

    Ich bin drei mit dem ESTA exakt drei Monate hier Freunde zu besuchen. Eigentlich lebe ich bei einer und deswegen kann ich auch sagen, dass es mir hier zu leben eher anzieht als Deutschland.
     
  9. Ulrich

    Ulrich Well-Known Member Citizen

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    Urlaub <> Alltag

    Bei einer Freundin zu wohnen und alles vorbereitet nutzen zu koennen ist nicht das gleiche wie den ganzen Krams selber organisieren und bezahlen zu muessen. Nur mal so als weiteren Denkanstoss.
     
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  11. LauraLee

    LauraLee New Member

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    Ich bezahle mein Zeug selber und natürlich ist es nicht das gleiche, aber ich bekomme eben Einblicke in das Leben eines Amerikaners. Sie zeigt mir für was sie alles bezahlen muss und so weiter.
     
  12. Calis

    Calis Active Member

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    Klar, es ist schwer, aber nicht unmöglich.
    Aber als Tipp, richte nicht dein Leben komplett auf die Auswanderung aus. Such dir als Ausbildung/Studium etwas das dir auch Spaß macht.
    Nur so kann man auch Spitzenleistungen bringen, was dann für die Arbeitssuche in D wie in den USA von Vorteil ist.

    Was ich dir nur ans Herz legen kann ist, dass wenn man es nicht schafft in seinem Heimatland was vernünftiges auf die Beine zu stellen, wird es im Auswanderungsland doppelt schwer. Es wartet nämlich dort niemand auf den Einwanderer, vor allem wenn er keine gute Ausbildung hat.

    An deiner Stelle würde ich so vorgehen, dass du dich erstmal informierst, in welchen Bereichen du arbeiten willst. Der nächste Schritt wäre dann ein Studium in diese Richtung durch zuziehen und dir eine Praktikumsstelle in den USA zu suchen.
    Evtl. findest du dann über deine Uni eine Partneruni in den USA. Versuche dort dein Studium zu beenden, hier gibt es nämlich eine bestimmte Anzahl von Arbeitsvisas für Absolventen.
    Falls es so nicht klappt suche besonders nach deutschen Firmen, die in den USA Niederlassungen haben. Hier musst du flexibel sein und nach dem Job gehen und nicht nach dem Ort.

    Was zu 99% nicht klappen wird ist, ich will nach Florida auswandern und es kommt nichts anderes in Betracht. Da bist du zu eingeschränkt und es würde wahrscheinlich nur über GC-Lottery oder Heirat klappen.

    Wenn es unbedingt Florida sein soll, dann gäbe es evtl. noch als zeitlich begrenzte Möglichkeit sich bei Disney zu bewerben. Die haben ein kulturelles Austauschprogramm, was in deinem Alter möglich wäre. Das ginge aber höchstens ein Jahr wenn ich es richtig in Erinnerung habe.
     
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  14. Blauregen

    Blauregen Active Member

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    Viel was anderes als ein Studium wird dir aber kaum bleiben, wenn du nicht gerade auf Heirat oder Lotteriegewinn spekulierst.

    Mir faellt hoechstens noch ein, als Au-pair rueber zu gehen. Das ist zwar auch nur fuer eine begrenzte Zeit, aber immerhin besser als nichts.

    Was nervt dich denn so an Deutschland? Wieso willst du denn nur noch weg?
     
  15. Lileigh

    Lileigh Active Member Ehe-GC

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    Und selbst das - GC Lottery oder Heirat - ist kein Garant dafuer, dass der ausgewaehlte Staat auch noch nach laengerer Aufenthaltsdauer noch der Traumstaat ist. Wenn der Job wegfaellt oder gar nicht erst vorhanden ist, nuetzt einem auch das beste Traumziel nichts.

    Im Grunde muss erstmal die Grundlage geschaffen werden, damit eine Auswanderung - selbst wenn es nur fuer einige Jahre ist - erfolgreich ist. Sprich, passende Ausbildung, Studium etc. welches einem doch ein paar mehr berufliche Moeglichkeiten bietet, falls es mit der Lotterie, sofern es sie dann noch gibt, klappt. D.h., dass man schon in Deutschland an sich und seiner Zukunft arbeiten sollte, damit man etwas zufriedener durch Lebens gehen kann, egal ob es dann mit der Auswanderung klappt oder nicht.
    Es bringt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken und zu sagen "hier ist eh alles doof, was soll ich mich also um eine Zukunft in Deutschland bemuehen". Damit kommt man natuerlich nicht vorwaerts und verfaellt umso mehr in ein Loch und glaubt, dass es woanders definitiv besser wird.

    Mach' dir einen genauen Plan, leg' dich zeitlich fest. Beispiel: In x Jahren moechte ich dieses und jenes Ziel erreicht haben. Dazu brauche ich X, Y, Z...

    Frag' dich auch was du wirklich zum Gluecklichsein brauchst. Du sagst, dass es dir in Deutschland nicht mehr gefaellt. Befasse dich naeher damit. Warum? Das musst du uns hier nicht beantworten, nur dir gegenueber selbst ehrlich sein. Wenn es am derzeitigen Wohnort liegt, koennte auch einfach ein Umzug innerhalb Deutschlands reichen, um einen Neustart zu wagen. Ueberlege dir was dir wichtig ist und was du moechtest ohne erstmal an die Auswanderung zu denken. Irgendetwas muss dich ja beschaeftigen, um zu sagen, dass eine Auswanderung die einzige Moeglichkeit ist, um dem zu entkommen.

    Es gab schon viele, die mit der Einstellung "die Auswanderung macht alles besser" kein Glueck finden konnten. Egal, ob das nun in den USA ist oder woanders. Das Paeckchen, das man in Deutschland mit sich herumtraegt, nimmt man auch in die neue Heimat mit.

    Wie gesagt, mach' dir einen Plan. Finde heraus, was genau du brauchst. Du hast ja nun erfahren, dass es nicht ganz so einfach ist, wenn man quasi nichts vorweisen kann. Welche Moeglichkeiten gibt es und was musst du tun und notfalls auch zaehneknirschend in Kauf nehmen, damit du deinem Ziel naeher kommst? D.h. eventuell doch ein Studium beginnen, um die Chancen zu verbessern eine Stelle in einem Konzern zu bekommen, der Mitarbeiter regelmaessig in die USA versetzt.
    Such' dir Infos zusammen, die du fuer die Lotterie brauchst. Fang' an zu sparen, besuche einen Englischkurs und suche Kontakt mit Muttersprachlern, um die neuen Kenntnisse auch anwenden zu koennen. Nutze regelmaessig Urlaube, auch in anderen Staaten, um das Land und die Leute etwas besser kennenzulernen.
    Es gibt 50 Staaten und dennoch zieht es viele Auswanderwillige immer nur nach Florida, New York, California, Hawaii, und Texas, weil man das aus dem Urlaub kennt. Das war's dann auch schon und am Ende kommt die Ernuechterung, dass der ausgewaehlte Staat zwar toll fuer den Jahresurlaub ist, aber dass das tatsaechliche Leben extrem anstregend und gar nicht so toll ist. Ich sag' immer wieder: Flip Flops und kurze Hosen im Winter zahlt mir keine Miete und bringt mir auch kein Essen auf den Tisch.

    Erkundige dich ueber die Politik und Wirtschaft des Staates, der dich interessiert. Arbeitslosigkeit, Wachstum, job market, living cost etc. das kann innerhalb eines Staates komplett unterschiedlich sein und somit ist es wichtig zu wissen, was einen ungefaehr erwartet.

    Unmoeglich ist es nicht, aber man muss schon einige Opfer bringen...
     
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  17. Blauregen

    Blauregen Active Member

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    Lileigh hat das sehr gut erklaert.

    Wir sind letztes Jahr nach 4 Jahren Texas wieder zurueck nach Deutschland gekommen. Das war aber so geplant, jedenfalls ungefaehr. Und ich bin froh, wieder zurueck zu sein. Fuer immer kann ich mir das in den US nicht vorstellen.

    Ich fasse mal kurz meine total subjektiven Eindruecke zusammen:

    - Die Buerokratie ist noch viel, viel schlimmer als in D. Und ich hab in D auf einer Behoerde gelernt!
    - Das Leitungswasser STINKT nach CHLOR!
    - Der Verkehr ist grausam.
    - Das Bankensystem ist irgendwo in der Steinzeit stecken geblieben. Nix Ueberweisung oder Einzugsermaechtigung! - Schecks! Mit Schecks hatte ich vorher sicher 20 Jahre nichts mehr zu tun.
    - Das Wetter in Houston, Texas ist total geil!!! Ausser manchmal. Dann sterben Menschen.
    - Das Sozialsystem ist... keine Ahnung? Ratzfatz ist jedenfalls das Haus weg und eine Familie ist obdachlos.
    - Die Restaurants fand ich total toll. Die authentische Vielfalt war absolut klasse und da haben wir uns auch angestrengt, so viel wie moeglich durch zu probieren.
    - Die erlaubten Lebensmittelzusatzstoffe fand ich nicht toll. Was da an Lebensmitteln einfach nicht vergammelte, allerdings auch nicht schmeckte, war schon legendaer.
    - Fast alles schmeckte suess! Oerks!
    - Die koennen kein Bier.
    - Und Brot schon gar nicht. Ich hab die letzen 2 Jahre kein "Brot" mehr gegessen. Plusterpappe.
    - Energie sparen? Was ist das denn? Beim tollsten Wetter der Welt hab ich absolut keine Solaranlagen gesehen. Also in Texas.
    - O-Saft ist lecker!!! Sowas von viel, viel besser, als alles, was ich hier in D probiert habe. Und die Steaks auch!
    - Das Gesundheitssystem ist sehr kompliziert. Ueberhaupt krankenversichert zu sein, ist schon ein grosses Privileg, was aber viele dort schon wieder fuer Bevormundung halten. Wie gesagt, sehr kompliziert...
    - Die "verbindlichen Aussagen' mancher Institutionen sind sehr mit Vorsicht zu geniessen. Ich wuerde mir alles schriftlich geben lassen um sie drauf festnageln zu koennen. Womit wir wieder beim ersten Punkt angelangt waeren, der Buerokratie...

    So koennte ich nun endlos weiter machen. Das war, was mir so ziemlich unfiltriert nach einem langen Arbeitsabend und anschliessend 2 Glas Wein aus dem Hirn floss. Du schaffst dir ja nun auch gerade deine eigenen Eindruecke, die moegen sehr von meinen abweichen. Hoffentlich nicht durch die rosarote Brille gesehen.

    Du hast schon gesehen, dass es nicht einfach sein wird, ein Visum zu bekommen. Bitte sei ganz ehrlich zu dir selbst und analysiere genau, was denn deine wirklichen Gruende sind, aus D weg zu wollen.

    Wenn man keinen echt guten, sehr gut bezahlten Job hat, dann ist es leider meisst so, dass man mehrere Nebenjobs haben muss, um halbwegs ueber die Runden zu kommen. Ich habe dort Polizisten kennen gelernt, die nebenbei noch arbeiten mussten. Aber durch deinen Aufenthalt wirst du sicherlich schon gemerkt haben, dass nicht alles ein Zuckerschlecken ist...

    Denk bitte dran, dass du in D KOSTENLOS studieren kannst! In den Staaten kostet dich das ein Vermoegen. Selbst fuer Berufsausbildungen, fuer die du in D ein Lehrlingsgehalt kriegen wuerdest, muesstest du in den US ordentlich was fuer ein College bezahlen.
     
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  19. anjaxxo

    anjaxxo Super-Moderator Mitarbeiter Moderator Sponsor Citizen

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    Genau 3 Monate sind nicht unbedingt 90 Tage. Immer den Stempel im Pass beachten.
     
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  21. Suze

    Suze Member Citizen

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    Ich gebe jetzt auch mal meinen Senf dazu: ich bin seit fast 30 Jahren mit einem Amerikaner verheiratet und davon haben wir ca. 12 Jahre in Deutschland gelebt, ein paar Jahre in TX und ein paar in GA. Jetzt sind wir seit etwas ueber 10 Jahren in Neuengland. Unseren Wohnort haben wir uebrigens auch nicht ausgesucht, sondern sind hier gelandet, weil mein AG in Dtl. mir hier eine Stelle angeboten hat. Mein Mann war als LKW Fahrer oertlich ungebunden, also klappte das so fuer uns.
    Wir hatten beide einen recht gutbezahlten Job mit Krankenversicherung, haben ein Haus hier und fuehlen uns auch wohl. Aber: trotz der tollen KV haben wir bisher an Eigenbeteiligung zu medizinischen Behandlungen locker ueber zehntausend Dollar aus eigener Tasche zahlen muessen (z.B. $600 fuer einen simplen Ultraschall, oder $800 fuer Physiotherapie). Von Tierarztkosten reden wir lieber gar nicht erst! :( Mit unserem Gehalt kamen wir in Deutschland einfach weiter - das muss man ganz klar sehen, besonders, da die Loehne hier seit Jahrzehnten stagnieren, die Preise fuer Lebenshaltung aber immer weiter in die Hoehe gehen.
    Wir lieben die Natur hier und die relative persoenliche Freiheit, aber der naechste Supermarkt ist 5 km entfernt, das naechste Krankenhaus ca. 30 km, man kann fast nichts zu Fuss machen, weil die Entfernungen alle wesentlich groesser als in Dtl. sind.
    Wir ueberlegen ernsthaft, nach der Pensionierung zurueck nach Europa zu gehen. Nicht unbedingt Deutschland, aber vielleicht Daenemark.
    Vielem, was andere vorher schon sagten stimme ich vollkommen zu.
    Wir haben beide grosses Glueck mit den Jobs, dass es uns gesundheitlich gut geht, und dass wir ab und an auch mal finanzielle Hilfe von unseren Eltern in Anspruch nehmen koennen. Ohne die waeren wir etliche Male schon ganz schoen aufgeschmissen gewesen.
    Wie gesagt, Liste schreiben, auch mal ein paar andere Staaten anschauen, und evtl. sich auch in Europa umsehen!
    Viel Glueck!
     
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  23. Calis

    Calis Active Member

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    Suze
    Guter Beitrag, aber man muss sagen, dass man das selbe Problem auch in D hat. Dort sind die Kosten zum Vergleich mit den Einkommen in den letzten 18 Jahren auch sehr einseitig gestiegen.
     
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