Erlaubte Diskriminierung?

Dieses Thema im Forum "Beruf, Job und Trainee" wurde erstellt von Ulrich, 1. Mai 2017.

  1. Ulrich

    Ulrich Well-Known Member Citizen

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    Houston, TX
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    Betrifft mich zwar nicht, aber ich bin da letztens über etwas gestolpert, das mich dann doch zum Nachdenken bringt.

    Ich war ja immer davon ausgegangen, dass mal als Inhaber einer Greencard einem Amerikaner gleichgestellt ist und auf dem Arbeitsmarkt gegen Diskriminierung aufgrund Herkunft, etc. geschützt ist. Aber jetzt sehe ich dieses Gesetz, wo es im Punkt 3 heisst:

    “Protected individual” defined: As used in paragraph (1), the term “protected individual” [...] does not include (i) an alien who fails to apply for naturalization within six months of the date the alien first becomes eligible (by virtue of period of lawful permanent residence) to apply for naturalization [...] and (ii) an alien who has applied on a timely basis, but has not been naturalized as a citizen within 2 years after the date of the application, unless the alien can establish that the alien is actively pursuing naturalization, except that time consumed in the Service’s processing the application shall not be counted toward the 2-year period."

    --> 8 U.S. Code § 1324b - Unfair immigration-related employment practices

    Das würde also bedeuten, daß man zwar die ersten drei bzw. fünf Jahre gegen Diskriminierung geschützt ist, aber, falls man sich dann nicht innerhalb von sechs Monaten um die USC bewirbt, danach nicht mehr? Oder verstehe ich da etwas falsch?
     
  2. anjaxxo

    anjaxxo Super-Moderator Mitarbeiter Moderator Sponsor Citizen

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    112

    Ja, so lese ich das auch. Wer nicht US-Buerger werden will, der darf ruhig diskriminiert werden (natuerlich erst, wenn er/sie willentlich nicht die Chance ergreift, citizen zu werden).
    Ist ja krass.
    Scheint so, dass life, liberty and pursuit of happiness nichts mit employment zu tun haben:
    Aus der Declaration of Independence: We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the Pursuit of Happiness.
     
  3. Lileigh

    Lileigh Active Member Ehe-GC

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    Jap...so versteh' ich das auch.

    Bisher hatte ich damit keine Probleme, glaube ich zumindest.
    Desweiteren denke ich, dass der normale einfache Arbeitgeber das auch nicht weiss. Viele haben da maximal die Grundkenntnisse, d.h. greencard=legal.
    Dann gibt's sogar die, die glauben, dass man mit greencard auch automatisch citizen ist. Sprich, das Wissen betreffend immigration ist meist nicht vorhanden.

    Aehnlich auch mit Arbeitskollegen. Es gab bisher nur einen, den ich kannte, der da den vollen Durchblick hatte, aber auch nur weil er das komplette Greencardprozedere mit seinem chinesischen Ehemann durchgemacht hat.

    Aber ja, ist schon krass. Wer in einem at will state lebt, hat da direkt das Nachsehen, wenn man nicht als "protected individual" gilt.
     
  4. Ayne

    Ayne Member

    132
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    Lese ich auch so.
    Ist ähnlich wie mit dem Jahrensaufenthalt in der Schweiz, man merkt im Alltgag keinen Unterschied, solange er immer verlängert wird..............
     

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