So schnell kann es gehen...

Ezri

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gesehen auf Facebook, absolut real.
So schnell kann es in den USA gehen, dass man wegen Krankheit alles verliert.

krankenkasse-sterben.jpg
 

anjaxxo

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Was ich nicht so ganz verstehe ist, dass COBRA so weit hochgegangen ist. Denn eigentlich ist das ja dafuer da, dass man die Versicherung noch uebergangsweise behalten kann. Meistens bis zu einem oder eineinhalb Jahren. Finde ich komisch, dass das hier nicht der Fall ist, eine super Versicherung war das dann wahrscheinlich auch vorher nicht.

Aber ja, wenn es zum Ernstfall kommt, dann verliert man Job und Versicherung. Total beknacktes System.
 

Mona

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Ich weiss nicht, ob der Bericht so stimmt, aber ich habe es selbst erlebt. Krank, nach 3 Monaten Job weg, Cobra viel zu teuer, Krankenkasse weg, als ich sie am noetigsten brauchte. Mir war das vorher nicht so klar. Es ist ein total bescheuertes System.
 

FuAn

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Das haengt wie immer mit dem Job zusammen, gibt auch hier sowas wie short und long term disability benefits. Gute Benefits, günstige Versicherungen etc. gibts allerdings in der Regel nur fuer die, die ohnehin ausreichend verdienen, und von denen wird das System der Ungleichheit auch aufrecht erhalten.
 

Ulrich

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Was ich nicht so ganz verstehe ist, dass COBRA so weit hochgegangen ist. Denn eigentlich ist das ja dafuer da, dass man die Versicherung noch uebergangsweise behalten kann. Meistens bis zu einem oder eineinhalb Jahren. Finde ich komisch, dass das hier nicht der Fall ist, eine super Versicherung war das dann wahrscheinlich auch vorher nicht.
COBRA besagt nur, dass Du die Versicherung zu den bestehenden Konditionen/Preisen fuer bis zu 18 Monaten behalten darfst, aber da der Arbeitgeberanteil wegfaellt, wirst Du den zusaetzlich zahlen muessen. Die Versicherung ist also nicht teurer geworden, aber er musste jetzt 100% der Kosten selber tragen.
 

Mona

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Das haengt wie immer mit dem Job zusammen, gibt auch hier sowas wie short und long term disability benefits. Gute Benefits, günstige Versicherungen etc. gibts allerdings in der Regel nur fuer die, die ohnehin ausreichend verdienen, und von denen wird das System der Ungleichheit auch aufrecht erhalten.
Ich hatte eine short time disability Versicherung. Die zahlte aber nur 60% meines vorherigen Einkommens und nur 6 Monate lang. Krankheit hat sich aber laenger hingezogen, da ich nicht mehr zu vernuenftigen Aerzten gehen konnte dank fehlender KV. Mein Sohn in Chicago ist besser abgesichert.
 

anjaxxo

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COBRA besagt nur, dass Du die Versicherung zu den bestehenden Konditionen/Preisen fuer bis zu 18 Monaten behalten darfst, aber da der Arbeitgeberanteil wegfaellt, wirst Du den zusaetzlich zahlen muessen. Die Versicherung ist also nicht teurer geworden, aber er musste jetzt 100% der Kosten selber tragen.
Bei meinem Mann war das damals nur ein verschwindend geringer Betrag, der mehr wurde, aber kann natuerlich sein, dass der AG gar nichts oder wenig dazugegeben hat.
 

Ulrich

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Du darfst auch nicht vergessen, dass die Versicherungsraten fuer Individuelle Versicherungen (also keine Group Policies, in denen Du z.B. ueber eine Firma vesichert bist) in den letzten Jahren durch die Unsicherheit, die Trump und die Republikaner am Markt erzeugt haben (wird Obamacare abgeschafft? Fallen die Subsidies fuer die Versicherungen weg? Etc.) extrem teuer geworden sind. Ich kann Dir z.B. sagen, dass der (Platin-Level) Plan, den ich durch meinem letzten Arbeitgeber hatte, mich unter COBRA letztes Jahr knapp $2600 pro Monat (fuer die gesamte Familie) gekostet haette. Ein vergleichbarer Plan kostete im Jahr vorher knapp die Halefte, und im Jahr davor "nur" im oberen dreistelligen Bereich. Als ich vor 10 Jahren mal meinen Arbeitgeber wechselte und ein halbes Jahr Auszeit nahm kostete mich die Versicherung unter COBRA unter $500 (allerdings damals auch nur fuer mich).

Parallel mit den steigenden Kosten ist ueber die letzten drei Jahre durch die Unsicherheit auch die Anzahl der Anbieter gesunken, und ich meine, dass es in ueber 80% des Landes nur noch einen Anbieter pro County gibt. Durch die Monopolstelllung kommen dann auch noch mal ganz andere Kosten/Preise bzw. Leistungsminderungen dazu. Ich hatte noch Glueck, dass ich in Houston zwischen drei verschiedenen Anbietern auswaehlen konnte, aber selbst grosse und renommierte Firmen wie UnitedHeath haben sich hier mittlerweile aus dem Markt fuer Individual Policies zurueckgezogen. Und dann landest Du vielleicht bei einer HMO Versicherung, die zwar eine Absicherung darstellt, aber die nicht von Deinen Aerzten akzeptiert wird. Neue Aerzte in dem Netzwerk zu suchen ist dann zwar ein kleineres Uebel, aber ich empfinde es schon als Vorteil, seit ueber 15 Jahren beim gleichen Doktor zu sein und er mich und meine Geschichte kennt und einschaetzen kann...
 

Calis

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Was mich an der Story wundert ist, dass er schreibt er wäre 71.
Wäre er da nicht coverd by Medicare?
Da ist man doch dann versichert, wenn man in Rente geht?
Hab ich da was falsch verstanden?
 
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