Ich bin neu hier - LV

stefan tweets

Well-Known Member
Kann man von Deutschland aus als US-Bürger ein amerikanisches Bankkonto eröffnen, um einen Credit Score zu bekommen?
Einen Credit Score kann man alleine mit einem US Bankkonto nicht aufbauen, ein Eröffnen eines Kontos geht aber wenn man eine Social Security Number hat bei einigen Banken relativ problemlos. Du wirst wahrscheinlich während des Beantragungsprozesses anrufen müssen, das ist aber kein Problem.
Du brauchst für den Credit Score z.B. eine American Express Kreditkarte, aber du musst sie 3 oder 6 Monate halten bevor du sie auf eine US Amex umschreiben kannst. Am besten JETZT eine kostenlose beantragen.
 

ChrisH

Well-Known Member
Doch wir denken, dass es besser ist, wenn er es nach dem 15. Oktober ausfüllt und zu uns schickt, da da wieder was geändert wird.
Ich glaube, die Änderungen gelten nur, wenn man auch das DS-260 ab dem 15. Oktober abschickt. Da die Änderungen grundsätzlich zum Nachteil sind, muss man schauen, ob es sinnvoll sein könnte, die Greencard vorher zu beantragen. Aber ich habe mich bisher nur mit DV Lottery-Interviews beschäftigt, daher weiß ich nicht, inwieweit man beim Interview noch geprüft werden wird, wenn die Frau Staatsbürgerin ist und ein I-864 vorliegt.
 

stefan tweets

Well-Known Member
zum I-864 (ohne Gewähr):
Meines bescheidenen Wissens nach musst du und dein Vater ein I-864 ausfüllen. Wenn man als Petitioner kein Einkommen von etwa 20.000 in den USA vorweisen kann oder keine 60.000 in Cash hat, braucht man einen Co-Sponsor, in dem Fall dein Vater. Wichtig: beide müssen die Steuer gemacht haben und zwar für die letzten drei Jahre. Da du immer in Deutschland gelebt hast, hast du vielleicht keine Steuern gemacht. Das ist nicht tragisch solange du weniger als etwa 100.000 Dollar pro Jahr verdient hast, denn das ist der Freibetrag für im Ausland lebende US Bürger. Du kannst einfach die Steuer nachträglich machen, es gibt keine Strafen solange du schneller bist als IRS.

Zum Zeitpunkt:
Im Moment ändert sich sehr viel, wobei ich nicht denke, dass es die Einwander aus Deutschland groß betrifft. Im wesentlichen geht es darum: Kannst Du dich in den USA selbst versorgen ohne das ein Ami für dich zahlen muss? Kurz gesagt, hast du genügend Geld, wie ist die Gesundheit und wie stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Oder man darf in den Medien nichts schlechtes über die USA gesagt haben.

zu DS-260:
Also ich würde das Teil nur vollständig mit allen Dokumenten abschicken. Vielleicht kann man welche nachreichen, das steht aber wenn den in der Anleitung, der deutschen US-Botschaftwebseite oder auf der USCIS Webseite. Auf Forenantworten würde ich mich grundsätzlich nicht verlassen, denn es gab eine Änderung das nicht vollständige oder falsche Anträge grundsätzlich ohne Angaben von Gründen abgelehnt werden. Ob das auch für den Fall gilt, kann ich nicht sagen, aber nur das man da ganz genau aufpassen muss. Ich habe den Kram letztes Jahr ausgefüllt, aber seit dem hat sich schon viel verändert, es gibt praktisch jeden Monat eine mehr oder weniger bedeutende Änderung.

zu Termin und Exam:
Die medizinische Untersuchung musst du vor dem Interviewtermin machen. Ab dem Tag der Untersuchung laufen die 6 Monate und innerhalb der Zeit musst du die Greencard aktivieren. Daher ist es am besten, man hat die Untersuchung einige Tage vor dem Interview. Tip: die Kraneknkassen übernehmen oft die Impfkosten von etlichen hunderten Euro.

Bei mir ging letztes Jahr alles sehr schnell, vom ersten beantragen bis zum erst möglichen Interviewtermin etwa 3 bis 4 Monate. Von DS-260 bis zur Einladung zum Interview hat es vielleicht 4 -6 Wochen gedauert. ABER, es ist besser sich Zeit zu nehmen und die Formulare auf keinen Fall schnell, schnell einreichen. Offizielle Anleitungen studieren, Videos zu den üblichen Fehlern anschauen, Foren fragen.... und mehr hilft enorm. Die Grundlage sollte aber immer die offizielle Anleitung sein, denn dann kann man schnell erkennen wie die Informationen aus anderen Quellen hinsichtlich der Aktualität und Genauigkeit zu bewerten sind.
 

stefan tweets

Well-Known Member
Wann habt ihr euren Freunden, Kollegen, und Arbeitgebern erzählt, dass ihr auswandern werdet?
Meinem Arbeitgeber sehr früh, denn ich hatte nur einen Zeitvertrag der sonst in einen unbefristeten umgewandelt worden wäre. Ich fand es fair das früh zu sagen, weil sonst macht sich mein Chef umsonst die Arbeit. Außerdem habe ich in einem sicherheitsrelevanten Bereich gearbeitet mit ITAR und solche Änderungen muss man frühstmöglich angeben. Die Kollegen wussten wussten das auch früh.
 

hbkish

Active Member
Danke für die Informationen.

Wir machen uns jetzt Mal an den ganzen Papierkram.

Schönen Abend
 

Lileigh

Well-Known Member
Citizen
Wann habt ihr euren Freunden, Kollegen, und Arbeitgebern erzählt, dass ihr auswandern werdet? Ich weiß noch nicht, wann der beste Zeitpunkt ist. Einige Freunde wissen natürlich schon Bescheid.
Zum Visum und dem ganzen drumherum kann ich nicht viel beitragen, weil meine persoenlichen Erfahrungen da schon wieder ueber 11 Jahre her sind. Da hat sich mit Sicherheit einiges veraendert. Wir hatten damals einen co-sponsor, dieser musste das I-864 ausfuellen und mein Mann auch. Der petitioner musste alles vorlegen (tax returns etc.) auch wenn es einen co-sponsor gibt. Ob sich diesbezueglich etwas geaendert hat, weiss ich nicht.
Online gab's da noch nicht. Wir hatten wirklich alles an Unterlagen gesammelt, alles ausgefuellt und damals dann alles auf einmal persoenlich abgegeben. Sprich, wir hatten nicht auf irgendwelche Packen mit den naechsten Schritten gewartet. Inwiefern das 11 Jahre spaeter moeglich ist, keine Ahnung.

Familie, Freunde und Arbeitgeber wussten schon vor Antragstellung bescheid. Ca. drei Monate spaeter, nachdem wir alle Unterlagen beisammen hatten, hatten wir den Antrag gestellt.
Keine weiteren drei Monate spaeter sass ich dann im Flieger in die USA.
Begeistert war natuerlich nur die Familie in den USA. Fuer alle anderen war es ueberhaupt nicht schoen. Gerade fuer meine Eltern war es grausam, weil die Enkelkinder, die fast jeden Tag dort waren, ploetzlich nicht mehr in der Naehe waren.
Der Arbeitgeber war vorbereitet und hatte dann auch mit dem letzten Arbeitstag auch alles fertig (i.e. recommendation letters in Deutsch und Englisch).

Ich denke es schadet nicht alle frueh genug einzuweihen, damit man sich vorbereiten kann. Beim Arbeitgeber kommt es natuerlich darauf an, wie das
Verhaeltnis generell ist. Plant er mit dir die Zukunft und hat bestimmte Vorstellungen, was dein Aufgabengebiet betrifft, ist es besser fruehzeitig von den Plaenen zu erzaehlen.
Der Familie und den Freunden hilft es sich darauf vorzubereiten. Eventuell kann so nochmal spontan ein paar Dinge miteinander unternehmen bevor einen Tausende Kilometer trennen.
 
Oben