Hallo aus Wien :)

#1
Hallo an alle,

bei meiner Recherche wegen einer möglichen Auswanderung in die USA bin ich auf eurer Forum gestoßen. Da ich hoffe, euch in Zukunft ein paar Fragen stellen zu können, wollte ich mich mal vorstellen:

Ich (w, 30) wohne in Wien, gemeinsam mit meinem Zukünftigen (US und AT Staatsbürgerschaft) und unserem Hund und zwei Katzen.

Nun gibt es - eher von meiner Seite aus - die Überlegung, in die USA zu ziehen und zwar ganz spezifisch in die Gegend um New Orleans, LA. Dort kommt mein Freund nämlich her und seine Familie und Freunde sind alle dort. Ein Visum wäre natürlich kein Problem, da wir dann ja verheiratet wären und wegen den Details würde ich mich im Fall der Fälle natürlich frühzeitig gut informieren. Vorerst kümmere ich mich eher darum, alles soweit vorzubereiten, damit wir auswandern können, falls wir uns dazu entscheiden (tax reports nachreichen, seine schlechte credit history soweit es geht zu verbessern, etc). Das Ganze würde auch frühestens in einigen Jahren (3-4) passieren, da wir uns Kinder wünschen und ich eine Geburt lieber in Österreich hätte (die maternal death rate in den USA ist ja sehr hoch - solltet ihr andere Erfahrungen haben, würde ich mich über jede Info freuen).

Hat vielleicht auch jemand Erfahrungsberichte zum Leben in Louisiana, spezifisch in der New Orleans metro area? Ich bin an allem interessiert, positiv und negativ. Zu Besuch war ich dort natürlich schon, für fast 2 Monate, aber das ist natürlich immer anders als tatsächlich dort leben. Ich habe auch schon als AuPair in den USA gelebt (in Westchester County, NY), was zwar nicht direkt mit dem "normalen" Leben vergleichbar ist, aber immerhin einen gewissen Einblick in die Kultur eines Landes gibt.

Ich freue mich auf eure Antworten und Feedback!

Alles Liebe,
Pookie
 

Calis

Well-Known Member
#3
Hallo und herzlich willkommen.
Erst mal gut, dass es mit dem Visum weniger Probleme geben wird.

Zu deinen anderen Punkten, Credit History... da hilft nur Geld, Geld und nochmal Geld. Erstmal solltet ihr mal auf Seiten wie Creditcarma checken wie überhaupt sein score ist.
Dann hilft nur noch zahlen. Es kann natürlich auch sein, dass einige Kredite schon rausgefallen sind. Ist nach etwa 7 Jahren der Fall, darum den score checken und den Rest anfangen zu zahlen.

Louisiana ist tiefster Bible Belt, wenn man es mag ist es nicht schlimm, aber darüber sollten andere Auskunft geben.

Gut ist, dass die Kosten geringer sind, wie es mit Jobs ausschaut ist die andere Sache, da diese Gegend eine der ökonomisch schlechteren ist, ohne Job ist es bescheiden, auch wenn du dort für ein Haus für das Geld bekommst was du hier für eine Hundehütte zahlst.
Wenn würde ich euch raten, dann zieht dahin wo es für euch die besten Jobmöglichkeiten gibt.
Wenn es euch nichts ausmacht, dann könntest etwas mehr über euren beruflichen Hintergrund verraten, hilft sicher den Mitgliedern bessere Tips zu geben...
 
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#4
Vielen Dank Ezri! :)

Danke Calis für deine Antwort. Das mit Creditkarma ist eine gute Idee, mit einer VPN wird das hoffentlich gehen (sonst nur aus den USA leider). Ja, manche der Kredite sollten schon in einem Jahr rausfallen - sind die dann tatsächlich weg oder beeinflussen die trotzdem noch den Credit Score irgendwie?

Gerne schreibe ich ein bisschen über unseren beruflichen Hintergrund:

Mein Freund hat den GED und ca ein Jahr College, aber ohne Abschluss, ist also leider nicht relevant. Sonst hat er keine Ausbildung. In den USA hatte er verschiedene Jobs, aber am meisten Erfahrung im Carpet Cleaning Unternehmen seines Vaters. Hier in Österreich hat er in englischsprachigen Bars gearbeitet, er ist im Kundenkontakt eigentlich sehr gut. Momentan ist er allerdings arbeitslos und findet auch nur schwer etwas, da sein Deutsch eher wenig vorhanden ist (A2). Sein mangelnder Enthusiasmus für die Sprache (und dass er hier auch keine Ausbildung/Weiterbildung machen kann, weil alles auf Deutsch ist) ist ein Hauptgrund für mein Überlegen, in die USA zu ziehen. Dort würde er nämlich immerhin etwas finden können, auch wenn es minimum wage ist. Und sich dann auch weiterbilden oder zumindest etwas Besseres finden. Vor allem für den Anfang könnte er auch im Familienunternehmen mitarbeiten, darin ist er auch gut.

Zu mir: Ich habe einen Bachelorabschluss in BWL und habe vorwiegend im Bereich Kundenservice/Vertriebsinnendienst und allgemeine Administration/Assistenz gearbeitet. Ersteres hat sich vor allem wegen meiner Sprachen ergeben (DE/EN/IT fließend, ES Konversationslevel). Derzeit arbeite ich als Assistentin der Geschäftsführerin in einem kleinen Unternehmen, davor war ich über ein Jahr selbstständig in eben diesen Bereichen und hatte sehr zufriedene Kunden (meine derzeitige Chefin war damals auch eine Kundin und hat mich sozusagen "abgeworben"). Von den Qualifikationen her ist es sicher nicht so, dass ich damit in den USA herausstechen würde, allerdings arbeite ich sehr gut - sobald ich also eine Chance bekomme, kann ich mich sehr gut beweisen.

Weil du sagst, wir sollten dorthin, wo es die besten Jobmöglichkeiten gibt - gibt es da Vorschläge, wo das deiner/eurer Erfahrung nach sein könnte? Ich glaube zum Beispiel gelesen zu haben, dass um Charlotte herum viele deutsche Firmen sind - das wäre eventuell für mich nicht so schlecht?
 

Wendy

Well-Known Member
#5
Pookie - das klingt jetzt sehr übergriffig - aber unabhängig vom Visum sehe ich ein paar Probleme auf Dich zukommen:

Dein Freund erscheint mir generell nicht sehr lernwillig. Wenn er nach Jahren in Österreich keine adäquaten Sprachkenntnisse hat, obwohl der die AT-Staatsbürgerschaft hat und sich auch nicht fortgebildet hat, kannst Du davon ausgehen, daß er das in den USA auch nicht machen wird. Das bedeutet, er wird dort mit Jobs mit Minimum Wage herumdümpeln. Familienunternehmen ist eine heikle Sachen meiner Erfahrung nach - es gibt vermutlich Gründe, warum er das nicht mehr gemacht hat - und die sind nicht zwingend durch seinen Weggang verschwunden. Zudem erwarten Familienunternehmen häufig "billig und willig bis zur Selbstaufgabe". Willst Du so abhängig sein?

Wenn das Thema Kind für Euch schon relevant ist (nachdem Du Dir schon zur Kindersterblichkeit Gedanken machst, ist es das wohl) - hast Du Dir auch Gedanken gemacht, wie Sorgerecht etc. ausshen können, wenn Eure Ehe den Bach heruntergeht?

Wer wird Dich sponsoren? Wird Dein Freund genug dafür verdienen - meines Wissens nach (Anja?) mußt Du auch für ein Verlobtenvisum jemanden haben, der die entsprechenden Einkommen hat - und Dein Freund wird sie wohl nicht haben. Was denkst Du über Krankenversicherung etc.?

Die Region, über die Du nachdenkst, mag ja landschaftlich schön sein - Schulsystem etc. sind dort aber häufig unter jeder Sau. Und die Jobmöglichkeiten sind ebenfalls eher am unteren Ende der Skala. Familie kann zudem auch ein Fluch sein.
 

Lileigh

Well-Known Member
Ehe-GC
#6
Vielen Dank Ezri! :)

Danke Calis für deine Antwort. Das mit Creditkarma ist eine gute Idee, mit einer VPN wird das hoffentlich gehen (sonst nur aus den USA leider). Ja, manche der Kredite sollten schon in einem Jahr rausfallen - sind die dann tatsächlich weg oder beeinflussen die trotzdem noch den Credit Score irgendwie?

Gerne schreibe ich ein bisschen über unseren beruflichen Hintergrund:

Mein Freund hat den GED und ca ein Jahr College, aber ohne Abschluss, ist also leider nicht relevant. Sonst hat er keine Ausbildung. In den USA hatte er verschiedene Jobs, aber am meisten Erfahrung im Carpet Cleaning Unternehmen seines Vaters. Hier in Österreich hat er in englischsprachigen Bars gearbeitet, er ist im Kundenkontakt eigentlich sehr gut. Momentan ist er allerdings arbeitslos und findet auch nur schwer etwas, da sein Deutsch eher wenig vorhanden ist (A2). Sein mangelnder Enthusiasmus für die Sprache (und dass er hier auch keine Ausbildung/Weiterbildung machen kann, weil alles auf Deutsch ist) ist ein Hauptgrund für mein Überlegen, in die USA zu ziehen. Dort würde er nämlich immerhin etwas finden können, auch wenn es minimum wage ist. Und sich dann auch weiterbilden oder zumindest etwas Besseres finden. Vor allem für den Anfang könnte er auch im Familienunternehmen mitarbeiten, darin ist er auch gut.
Mein Mann war in fast aehnlicher Position was die deutsche Sprache betraf. Wir sind 2008 in die USA. Heute wuerden wir es wohl nicht mehr machen, sondern schwer daran arbeiten, dass mein Mann ordentlich Deutsch lernt und dann eben einen Job auf dem deutschen Markt findet. Wir kamen hier rueber, sind in die Naehe der Familie gezogen. Alle waren begeistert. Man sagte "wenn du hier rueber kommst, kannst du direkt da und da anfangen.", "Komm' rueber, dann kannste dort und dort arbeiten. Die warten schon auf dich." Wie gesagt, dass war 2008 und die Familie schloss die Augen vor all dem, was so um sie herum passierte. Es dauerte ein halbes Jahr bevor mein Mann eine Stelle bekam und das war keine der versprochenen. Dieses hin und herduempeln von einem Job zum anderen wird euch Probleme bereiten. Es ist schon schwer genug, dass in den meisten Staaten at-will employment gilt. Sprich, egal wie gut man arbeitet, der Arbeitgeber kann einen ohne Grund einfach vor die Tuer setzen. Mit einem minimum wage job und entsprechender work history wird dein Verlobter nur einer von vielen sein, den man ganz schnell ersetzen kann. Das geht fix. Wenn er da also nichts hat, dass ihn von der breiten Masse hervorhebt, wird es schwer da immer etwas zu finden.
"Auch wenn es minimum wage ist"...nein, nein, nein...von minimum wage kann keiner mehr leben. Das sieht mittlerweile so aus, dass Arbeitgeber ihre minimum wage employees auf Teilzeit umstellen, damit keine benefits gezahlt werden muessen. Minimum wage ist aetzend. Hatte ich zwei Jahre ohne jegliche benefits. Das zermuerbt, macht kaputt. Realitaet ist, dass dein Verlobter mindestens zwei minimum wage job braucht, damit ihr eure Kosten zahlen koennt, solange du noch keinen Job hast. Und das deckt gerade mal die regulaeren Kosten. Grosse Spruenge kann man damit nicht machen. Jetzt mag Louisiana guenstiger sein, aber es ist einer der high-poverty states. Job market, education (hier protestieren derzeit Tausenden Lehrer in verschiedenen Staaten gegen die absolut katastrohphalen Bedingungen, unter denen sie den Kindern irgendwie etwas beibringen muessen), Krankenversicherung etc. ist alles andere als ideal. Und ja, die USA hat die hoechste maternal mortality rate and infant mortality rate aller Industriestaaten. Und je weiter suedllicher man sich in den USA befindet, desto schlimmer die Zustaende.

Und dein Verlobter scheint vorher schon nicht viel an sich gearbeitet zu haben. Abgebrochenes College, "nur" GED, kein enthusiasm eine neue Sprache zu lernen, um bessere Chancen auf dem Jobmarkt zu haben...Meinst du diese Einstellung aendert sich, wenn er in den USA ist, wo der Neustart mit allen moeglichen Huerden auf euch warten wird? Das mag harsche Kritik sein, aber du musst dich auf ihn verlassen koennen, dass er auch das alles umsetzt, was er vorhat. Wie gesagt, staendig wechselnde Jobs machen auf niemanden einen guten Eindruck. Und alle, die ich hier kenne, die ein solches Leben fuehren (da gehoeren Familienmitglieder dazu, die seit Jahrzehnten nichts anderes machen, weil sie maximal GED haben), sind nie wirklich auf einem gruenen Zweig gelandet. Die bekommen nicht wirklich etwas auf die Reihe und die Arbeitgeber nutzen es aus. Wer kuendigt schon einen Job, wenn der Arbeitgeber weiss, dass man ohne High School Abschluss oder "nur" GED gegen andere Kandidaten nur schwer ankommt. Entsprechend arbeitet man sich kaputt.
Ich sage nicht, dass das bei deinem Verlobten so sein wird, aber ich werde da immer hellhoerig, wenn ich sowas hoere. Bei den meisten fehlt eben die Motivation wirklich etwas an der Situation zu aendern. Was vorher immer irgendwie geklappt hat, klappt auch jetzt. Dann arbeitet man eben im x-ten minimum wage job, weil "Hauptsache Arbeit" und kommt aber nie vorwaerts und ist meist eher frustriert, weil man sich das alles nicht so vorgestellt hat.


Zu mir: Ich habe einen Bachelorabschluss in BWL und habe vorwiegend im Bereich Kundenservice/Vertriebsinnendienst und allgemeine Administration/Assistenz gearbeitet. Ersteres hat sich vor allem wegen meiner Sprachen ergeben (DE/EN/IT fließend, ES Konversationslevel). Derzeit arbeite ich als Assistentin der Geschäftsführerin in einem kleinen Unternehmen, davor war ich über ein Jahr selbstständig in eben diesen Bereichen und hatte sehr zufriedene Kunden (meine derzeitige Chefin war damals auch eine Kundin und hat mich sozusagen "abgeworben"). Von den Qualifikationen her ist es sicher nicht so, dass ich damit in den USA herausstechen würde, allerdings arbeite ich sehr gut - sobald ich also eine Chance bekomme, kann ich mich sehr gut beweisen.

Weil du sagst, wir sollten dorthin, wo es die besten Jobmöglichkeiten gibt - gibt es da Vorschläge, wo das deiner/eurer Erfahrung nach sein könnte? Ich glaube zum Beispiel gelesen zu haben, dass um Charlotte herum viele deutsche Firmen sind - das wäre eventuell für mich nicht so schlecht?
Die Chance musst du aber auch erst bekommen und das kann anstrengend werden. Ging mir hier aehnlich...es war ein Kraftakt zig Bewerbungen zu schreiben und irgendwann eine passende Stelle zu finden. Aber schon nach kurzer Zeit gab es direkt die erste Lohnerhoehung (bei einem Arbeitgeber waren das $2 mehr die Stunden nach nur drei Monaten, und bei einem anderen war das ebensoviel nach nur einem halben Jahr). Dafuer hatten andere Kollegen Jahre gebraucht, wenn ueberhaupt.
Aber es ist wichtig, dass du in der richtigen Gegend wohnst. Ja, Charlotte hat einige deutsche Unternehmen, aber klammer' dich nicht daran fest. Die groessten Chancen gibt es immer in Naehe von Staedten. Bestes Beispiel...hier in NC in meiner Stadt mit 200,000 Einwohnern ist der Jobmarkt bescheiden. Am meisten werden Leute im medizinischen Bereich gesucht, dann Lehrkraefte, und Leute beim Militaer. Mein Bereich "Accounting & Co." hier in der Stadt sieht eher mau aus und die Stellen sind auch noch schlecht bezahlt. In Raleigh hingegen sieht es komplett anders aus, ebenso in Charlotte. Die Jobchancen sind da um das vielfache besser, die Schulen sind besser, aber es ist weitaus teurer dort zu leben.
Deine multilingual skills koennten wirklich von Vorteil sein. Gerade Spanisch wird im Sueden in vielen Bereichen gesucht. Selbst einfache Buerokraefte mit Spanischkenntnissen werden oft gesucht, wenn Kundenservice zu den Aufgaben gehoert. Da wuerde ich ansetzen, wenn es soweit ist.

Aber ihr muesst wirklich schauen, was ihr euch leisten koennt und wo es fuer euch am besten ausschaut. Das Arbeiten im Familienunternehmen sehe ich immer etwas negativ, weil es eben Familie ist und ganz andere Erwartungen an einen gestellt werden. Ausserdem ist es Familie.

Ich wuerde eher darauf hinarbeiten, dass dein Verlobter die deutsche Sprache besser lernt. Denn wenn es dir in den USA nicht gefaellt und ihm eventuell auch nicht, koennt ihr immer noch zurueckkehren und er hat zumindest bessere Chancen auf dem deutschsprachigen Markt.
 

Wendy

Well-Known Member
#7
Hast Du Dir auch angeguckt, was minimum wage in Louisiana ist? Bei einer 40-Stunden Woche. 7,25 $ pro Stunde. Das ist auch das mindeste, was nach Gesetz erlaubt ist - andere Bundesstaaten haben deutlich höhere Mindestlöhne.

"A full time minimum wage worker in Louisiana working will earn $290.00 per week"

Und auch in Louisiana kannst Du davon nicht leben. Geschweige denn eine irgendwie geartete Gesundheitsvorsorge bezahlen oder Dich gesund ernähren... Da wohnst Du in der New-Orleans Umgebung in einer Wellblechhütte.

"A full time minimum wage worker in Louisiana working 40 hours a week, 52 weeks a year, will earn $58.00 per day, $290.00 per week, and $15,080.00 per year1. The national poverty line for a family unit consisting of two people is $16,020.00 per year."

Ich habe gerade nochmal nachgeguckt - wenn Du ein Ehevisum beantragen willst, muß der US-Partner nachweisen, daß er Dich finanzieren kann:

"Proof of Financial Support and Affidavit of Support Forms
During the visa interview, applicants will be required to present evidence to the Consular Officer that they will not become a public charge in the United States. You may present evidence that you are able to financially support yourself or that your U.S. citizen spouse is able to provide support. The Consular Officer may request that a Form I-134, Affidavit of Support, be submitted by the U.S. citizen spouse.

The U.S. citizen spouse will need to submit Form I-864 to USCIS with the application for adjustment of status to that of legal permanent resident."

Minimum wage reicht nicht - das erreicht nichtmal die Armutsgrenze, geschweige denn daß es drüber geht. Sprich - Dein Mann kann Dich nicht sponsoren, WENN er einen Job bekommt. Ohne Job erst recht nicht.
 
#8
Hallo und danke für die Antworten.

Also minimum wage soll ja nicht auf Dauer sein, sondern als Übergangslösung. Aber es ist auf jeden Fall gut, den worst case (naja worst ist es vielleicht noch nicht, aber recht schlecht) aufgezeigt zu bekommen. Es ist natürlich nicht Sinn der Sache, dass es uns drüben dann total schlecht geht. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass unser Ziel natürlich zwei Einkommen sind, nicht nur seines und wir für die Übergangszeit genügend Geldmittel hätten.

Mit dem Familienunternehmen habt ihr absolut recht, das wäre langfristig nicht gut.

Zum Sponsoring: Mein Gedanke wäre der, dass er vorgeht und sich einen Job sucht, und wir den Rest mithilfe von Geldmitteln abdecken. Laut meiner Recherche müsste das gehen.

Wie gesagt, momentan ist das alles auch noch gar nicht spruchreif. Ich hoffe natürlich schon, dass sich seine Situation hier verbessert (durch Deutschkenntnisse, Weiterbildungen...) und falls es doch nicht ganz reicht, um auch für ihn ein zufriedenstellendes Arbeitsleben zu haben, wäre der Umzug eine Alternative. Falls die Zeichen darauf hindeuten, würden wir also versuchen, so früh wie möglich mit US-relevanten Weiterbildungen oder ähnlichem (Spanisch perfektionieren! ;) ) zu beginnen, damit unsere Jobchancen drüben besser sind.

Liebe Grüße!
 

Blauregen

Well-Known Member
#9
Du schriebst, dass ihr Kinder haben wollt. Ich weiß zwar keine Zahlen für eure Ecke, aber denk auch bitte dran, dass die Kinderbetreuung in den USA schwindelerregend teuer ist. Da werden dir hier einige der Mitglieder hier sicherlich noch etwas berichten können. Das zweite Einkommen kann allein davon schon mal schnell aufgefressen werden .
 

Calis

Well-Known Member
#10
Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, solange sich vorallem in seiner Einstellung nichts ändert wird es überaus hart und von minimum Wage Job zu leben, dass macht keinen Spass.
Gib dich nicht der Illusion hin, dass es hier in den USA nur vorübergehend wäre, ohne entsprechende Bildung kommt man da nicht raus.

Mein Tip, tritt ihm kräftig in den Hintern, dass er in Ö jetzt mal in die Puschen kommt und einiges an Ausbildung macht.
Mit 2 Sprachrn und einer guten deutschen/Österreichischen Ausbildung kommt man hier schon weiter, vor allem wenn es sich um technische Berufe handelt. Wenn er dann da gut ist, wird er ziemlich schnell befördert und kann sich rausarbeiten.

Genau deswegen hab ich nach seiner Ausbildung auch bezüglich der Credit History gefragt, entweder es sind meist Student loans oder eben, er krebste ohne Ausbildung auf minimum wage Jobs rum und um ehrlich zu sein, es würde bei einem Umzug ohne gravierende Änderungen genau dabei bleiben.

Ende vom Lied, du wirst, da verheiratet in die Schuldenfalle mit rein gezogen, er ist im Job frustriert und am Ende kracht es auch in der Beziehung, weil du die komplette Last alleine tragen musst und er in der Beziehung nicht die Hosen an hat bzw nicht mal gleichberechtigt ist beim finanziellen
 
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