Hallo aus Frankfurt

#1
Guten Morgen liebes Forum,

nachdem ich auf mein anderes Thema schon Rückmeldungen bekommen habe, dachte ich, wäre es nur höflich, wenn ich mich hier kurz vorstelle. :winke

Ich bin Mitte 20, Studentin und wohne in Frankfurt. Mein Studium befindet sich nun in der Endphase; aktuell suche ich nach einem Thema für meine Thesis und seit mehreren Monaten stellt sich mir die große Frage: Was danach?

Dass ich irgendwann - zumindest wenigstens für einige Jahre - im Ausland leben möchte, weiß ich schon seit Jahren. Ich reise viel und hab schon viel gesehen. Die meiste Zeit im Ausland habe ich in den USA verbracht, v.a. im Mittleren Westen mehrere Monate lang. Dahin möchte ich jedoch nicht unbedingt zurück.. sollte ich je tatsächlich die Green Card gewinnen, würde es mich eher zu den Carolinas, nach Georgia oder Tennessee ziehen.

Ihr seht, es ist bisher nur eine erste Idee. Ich lese hier seit einigen Wochen mit, habe einen Finanzplan aufgestellt und sollte dieser so klappen, wie ich es mir vorstelle, würde ich mich bereits diesen Oktober zum ersten Mal bei der Lottery anmelden.

Was mich an den USA fasziniert ist die Weite, die unendlich schöne Natur (ich liebe es zu wandern und zu campen) und die Menschen. Ja, vieles ist oberflächlich, aber welche zufälligen Begegnungen sind das nicht auch hier bei uns. Ich unterhalte mich gerne und lerne neue Menschen kennen und ich finde, nirgends kann man das besser als in den Staaten - sei es in der Supermarktschlange in Indiana oder in der New Yorker Subway. Überall habe ich tolle Menschen getroffen, die mir das Gefühl gegeben haben, ich sei willkommen.

Trotzdem habe ich einen riesen Respekt vor dieser Sache. Natürlich habe ich ein Leben hier, meine Familie und gute Freunde. Aber ich bin single und ungebunden und habe das Gefühl, dass es keinen geeigneteren Zeitpunkt geben könnte als jetzt, wo meine Zukunft komplett offen ist und ich sie aktiv gestalten kann.

Vielleicht hat ja jemand Literaturempfehlungen für mich, in der erste Schritte beschrieben werden, wie man so ein großes Projekt planen kann? Gerne auch per PN, falls es nicht hier ins Thema passt.

Soweit erst mal von mir. Ich freue mich auf einen regen Austausch und hoffe auf einen respektvollen Umgang, da ja alle aus dem selben Grund hier sind. Was ich in anderen Foren gelesen hab, war teils sehr traurig. Aber jeder fängt mal an, Informationen zu sammeln, oder? :gaenseblume

Viele Grüße,

Sanuye
 

Ezri

Adminchen
Administrator
#2
Moin Moin und herzlich :willkommen

hast Du eigentlich auch schonmal über ein Auslandssemester in den USA nachgedacht? Könnte beim networking z.B. hilfreich sein :)
 
#3
Vielen Dank, liebe Ezri!

Und ja, darüber hab ich tatsächlich nachgedacht - war sogar in der Planung, ist dann aber aus privaten Gründen leider nichts geworden. Jetzt ist es ein bisschen zu spät, bin ja nächstes Semester schon fertig mit dem Studium (BA).

Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich aktuell keine Muße habe, noch den Master dranzuhängen. Studieren war zwar keine falsche Entscheidung, aber ich war nie der Typ, der gut lernen kann, auch wenn ich mein Studium jetzt wahrscheinlich (kommt noch auf die Benotung der Thesis an) mit 1,6 abschließen werde. ABER! Falls jemand gute Möglichkeiten für Weiterbildungen in den USA kennt, die kein komplettes Studium erfordern, sagt mir gerne Bescheid. Ich würde mir gerne die ein oder andere Zusatzqualifikation aneignen, v.a. im Bereich Projektmanagement. Hab mir aber bisher noch keine Gedanken gemacht, was man da in den USA so machen könnte, meistens gehen solche Weiterbildungen ja auch nicht so lange.

Eine andere Möglichkeit wäre evtl. zu schauen, ob mich das Unternehmen, für das ich aktuell arbeite, dabei unterstützen könnte, einen Job in den USA zu finden. Ich möchte nicht direkt sagen, wo ich arbeite, weil man mich sonst zu leicht erkennen kann. Aber generell ist es so, dass wir Teil eines weltweiten Netzwerks sind, die einzelnen Unternehmen jedoch individuell geführt werden und im Alltag nicht soo viel miteinander zu tun haben. Standorte gibt es allerdings nur in NYC und San Diego. Könnte trotzdem auf der Arbeit mal nachfragen, ob es da irgendwelche Möglichkeiten gibt, weil in dem Bereich sicherlich auch viele deutschsprachige Leute gesucht werden.
 

Ezri

Adminchen
Administrator
#4
Also wenn eine Entsendung für dich möglich wäre, vorzugsweise mit dem L-Visum, könntest Du darüber auch an eine Greencard gelangen.
 

Wendy

Well-Known Member
#7
Fortbildung in den USA - ohne den Weg über eine Partneruni zu gehen - ist halt immer eine enorme Geldfrage. Dir muß klar sein, daß dann eher über große Beträge gesprochen wird....
 
#8
Fortbildung in den USA - ohne den Weg über eine Partneruni zu gehen - ist halt immer eine enorme Geldfrage. Dir muß klar sein, daß dann eher über große Beträge gesprochen wird....
Danke dir, das ist mir klar. Ich frage mich aber, in wie fern sowas in den USA anerkannt wird, wenn ich jetzt in Deutschland bspw. einen IHK Kurs im Projektmanagement machen würde. Wäre halt eine Möglichkeit, noch mal für eine Weile rüberzugehen und was produktives zu machen, was mir dann bei evtl. Gewinn der Lottery auch von Nutzen wäre. Dann könnte ich mich allerdings noch nicht in diesem Jahr für die Lottery anmelden, sondern würde das Geld erst mal in so etwas investieren.

Sollte ich tatsächlich die Chance bekommen, jemals in den Staaten zu leben, wäre es sicher gut, so viele Qualifikationen wie möglich vorzuweisen. Ich mache mir schon viele Gedanken, wie es jobtechnisch für jemanden aussehen würde, der gerade erst sein Studium abgeschlossen hat und wenig Berufserfahrung vorzuweisen hat, abgesehen von Studentenjobs. Im Vergleich hat Deutschland in dem Feld eindeutig die angenehmeren Möglichkeiten (Urlaub, Krankenversicherung, ect).
 

Wendy

Well-Known Member
#9
Wenns kein Uni-Zertifikat ist - dann sind viele Zertifikate - so renommiert die ausstellende Stelle auch ist - für viele Amerikaner Schall und Rauch. Es werden ja in vielen Bereichen nichtmal Uni-Abschlüsse anerkannt. Idealer wäre es tatsächlich, nen Master auf den bachelor draufzusatteln (so billig wie hier bekommst Du ne vergleichbare Ausbildung in den USA im Leben nicht!) und zu versuchen, einen Teil des Masters in den USA bei einer Partneruni zu absolvieren.

Ich würde IMMER versuchen, so viel kostenlose hochwertige Ausbildung wie möglich in Deutschland zu machen - denn für vergleichbares zahlst Du woanders ein Vermögen.

Ehrlich - so viele wissen gar nicht zu schätzen, was einem hier kostenlos zusteht. Denk immer dran - jeder Kurs in den USA kostet einen Haufen Geld, jedes College-Semester an einer guten Uni schlägt mit einem 5-stelligen $-Betrag zu Buche! Und da sind noch keine Lebenshaltungskosten enthalten...

Sag Dir einfach: In den USA wartet niemand auf Dich - und Du konkurrierst bei jedem Job mit Amerikanern, die einen Lebenslauf haben, mit dem Arbeitgeber leichter klar kommen. In der IT geht es noch - da müssen die Firmen schon so lange über den Tellerrand gucken und agieren international - da suchen die Leute und können einschätzen, was sie bekommen. Aber in vielen anderen Bereichen - denen sagt das einfach nichts, was Du vorweisen kannst.
 
#10
Sag Dir einfach: In den USA wartet niemand auf Dich - und Du konkurrierst bei jedem Job mit Amerikanern, die einen Lebenslauf haben, mit dem Arbeitgeber leichter klar kommen.
Das ist auf jeden Fall eine wichtige Sichtweise, die ich in Erinnerung behalten werde!

Der Master kommt für mich gesagt nicht mehr in Frage, zumindest aktuell nicht. Egal ob hier oder in den Staaten. Dass Weiterbildungen und Zertifikate nicht wirklich anerkannt sind, ist natürlich Schade und auch überraschend. Wie punktet man denn sonst, wenn man "nur" den Bachelor hat? Mit Berufserfahrung?
 
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